Gericht verhängt Bewährungsstrafe Beihilfe zum Drogenhandel: Papenburger verurteilt

Von Insa Pölking

Insgesamt zwei Kilogramm Marihuana wechselten nach Auffassung des Amtsgerichts Papenburg den Besitzer, weil ein 32-Jähriger entsprechende Kontakte vermittelt hatte. Foto: Frank Leonhardt/dpaInsgesamt zwei Kilogramm Marihuana wechselten nach Auffassung des Amtsgerichts Papenburg den Besitzer, weil ein 32-Jähriger entsprechende Kontakte vermittelt hatte. Foto: Frank Leonhardt/dpa

isp Papenburg. Wegen Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge hat das Amtsgericht Papenburg einen 32-jährigen Papenburger zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre.

Neben seiner Bewährungsstrafe muss der vorbestrafte Angeklagte zudem die Kosten der Verhandlung tragen und somit 20-mal 100 Euro an die Landeskasse zahlen. Er zeigte sich während der Verhandlung geständig.

Laut Anklage hatte der Papenburger in der Zeit vom 14. September 2015 bis zum 13. Oktober 2015 drei „Handelstaten mit Drogen“ begangen. Konkret wurde dem 32-Jährigen vorgeworfen, einem 28 Jahre alten Bekannten Kontakte zum Kauf von größeren Mengen Betäubungsmitteln vermittelt zu haben.

Der 28-Jährige aus dem nördlichen Emsland, der als Zeuge aussagte, habe so die Möglichkeit gehabt, innerhalb eines knappen Monats zweimal etwa 500 Gramm und einmal 1000 Gramm Marihuana zu erwerben. Zeugenaussagen zufolge hatten sich die beiden auf einer Party zufällig wieder getroffen, woraufhin sich der 28-Jährige bei dem Angeklagten nach Kontakten erkundigt habe, um an illegale Betäubungsmittel heranzukommen. Daraufhin habe der Angeklagte ihm einen Namen genannt und ihm später Treffen vermittelt sowie Kontaktdaten zukommen lassen. Darüber hinaus soll der 32-Jährige seine Wohnung für Treffen bereitgestellt haben.

Bei der Menge der ersten Bestellung, von der der Angeklagte nach Zeugenaussagen gewusst haben musste, ist nach Auffassung des Richters außerdem klar gewesen, dass es sich nicht nur um Marihuana für den Eigengebrauch handelte, sondern dass dem Angeklagten bewusst gewesen sein musste, dass der Zeuge die Betäubungsmittel weiterverkaufen wollte.

Die Staatsanwältin ging davon aus, dass der Angeklagte von dem Erwerb sowie von der Masse der Ware gewusst habe. Daher forderte sie die Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr, die zur Bewährung ausgesetzt werden könne. Zudem sollte der Angeklagte die Kosten des Verfahrens übernehmen. Der Verteidiger des Angeklagten forderte eine Freiheitsstrafe von neun Monaten, die ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt werden sollte.

Dem Amtsgericht zufolge war der Angeklagte bereits in der Vergangenheit wegen Trunkenheit am Steuer sowie dem Erwerb und unerlaubtem Besitz von illegalen Betäubungsmitteln verurteilt worden.