Großreinemachen für neue Saison 30 Helfer packen rund um das Papenburger Freibad an

Von Hermann-Josef Tangen

Meine Nachrichten

Um das Thema Papenburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Papenburg. Reges Treiben hat Samstag bei sonnigem Frühlingswetter am Papenburger Freibad geherrscht. Es sind jedoch keine badefreudigen Gäste, die hier Erfrischung in dem kühlen Nass suchen, sondern rund 30 freiwillige Helfer, die mit Schaufeln und Harken ausgerüstet das Umfeld der Becken, das kleine Wäldchen im Eingangsbereich und das Volleyballfeld auf Vordermann bringen.

Vertikutierer werden über die Wiese geschoben sowie Moos- und Grasreste mit Rasenharken aufgekehrt und in Schubkarren abtransportiert. Andere Helfer stehen in den Beeten, ziehen Unkraut und harken Tannenzapfen und Laubreste heraus. Mit Hochdruckreinigern werden zudem Fliesen und Gehwegplatten von Schmutz und Grünablagen befreit. Andere Freiwillige schneiden die Hecken und Büsche zurück.

„Deal“ mit dem Badbetreiber

Viele helfende Hände aus Vereinen sowie diverse Einzelpersonen sind dem Aufruf der Interessengemeinschaft (IG) Schwimmausbildung gefolgt, das Papenburger Freibad in einem Arbeitseinsatz fit zu machen für die neue Saison. In einer Bürgerversammlung Anfang April hatten die Vereine Badbetreiber Norbert Averdung ihre Hilfe zugesagt, wenn er im Gegenzug eine dauerhafte Wassertemperatur von 26 Grad garantiere. Eröffnen soll das Freibad am 17. Juni.

„Die Papenburger Bürger brauchen und wollen ihr Bad“

Auch wenn der Arbeitseinsatz letztlich darauf abzielt, einem privaten Badbetreiber zu helfen, sieht IG-Vorsitzender Sascha Kleinhaus darin nicht primär eine arbeitstechnische Unterstützung, sondern vielmehr einen deutlichen Beleg dafür, wie viel den Papenburgern an ihrem Freibad liegt. Die Landschafts- und Gartenbaubetriebe Bukelo und Kleinhaus hatten ihr professionelles Equipment, wie Radlader, Aufsitzmäher, Motorsensen und Heckenscheren bereitgestellt.

„Die Papenburger Bürger brauchen und wollen ihr Bad“, führt IG-Geschäftsführer Ansgar Frischkemuth aus. Mit dieser bislang beispiellosen Initiative sei „richtig was ins Rollen gebracht worden“. Die meisten Helfer seien bereits um 8 Uhr angefangen. Bedauert wurde, dass sich Badbetreiber Averdung zunächst nicht hat sehen lassen.

Hohe finanzielle und technische Belastung

Dafür packten aber dessen Mitarbeiter Gert Schmidt und Schwimmmeister Heino Fürup mit an. Letzterer unterstrich noch einmal die hohe finanzielle und technische Belastung, die das Betreiben eines Schwimmbades mit sich bringe. Wenn die Reinigung der Wand- und Bodenfliesen abgeschlossen sei, werde Anfang Juni mit der Vorfüllung des 2000 Kubikmeter Wasser fassenden Freibad-Beckens begonnen, ehe das der halben Füllmenge entsprechende und rund 28 Grad warme Wasser aus dem Hallenbad hinzu gepumpt werden kann. „Das dauert rund drei Tage, der Rest kommt aus der Wasserleitung“, erklärte Fürup. Anschließend muss auf die zugesicherten 26 Grad Temperatur aufgeheizt werden. Erst nach der Abnahme des Wassers durch das Gesundheitsamt könne der Badebetrieb dann aufgenommen werden.

Entenfamilie aus Schwimmerbecken befreit

Die freiwilligen Helfer des Arbeitseinsatzes, die am Nachmittag vom Badbetreiber mit Würstchen vom Grill belohnt wurden, haben ihren Beitrag für den Start in die Saison geleistet. In einer nicht geplanten Zusatzaktion stiegen zwei von ihnen kurzerhand in das Schwimmerbecken und retteten eine Entenfamilie, die sich hier hinein verirrt hatte, aus dem wenige Zentimeter tiefen Schmutzwasser. Die in einem Eimer eingefangen 12 Küken wurden in sicherer Entfernung an Land wieder ausgesetzt, wo die Entenmutter bereits auf sie wartete.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN