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27.04.2018, 17:44 Uhr KOMMENTAR

Zum Papenburger Bahnhofslift: Vermurkst

Von Gerd Schade


Der barrierefreie Zugang zu den Bahnsteigen in Papenburg bleibt ein Dauerthema. Foto: Gerd SchadeDer barrierefreie Zugang zu den Bahnsteigen in Papenburg bleibt ein Dauerthema. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Die mangelnde Verlässlichkeit der Aufzüge zu den Bahnsteigen in Papenburg entwickelt sich zu einer unendlichen Geschichte. Das ist Murks. Ein Kommentar.

Mehr als fünf Jahre ist es her, dass sich die Bahn nach der millionenschweren Sanierung des Papenburger Bahnsteigs öffentlichkeitswirksam feiern ließ – auch und gerade im Hinblick auf Barrierefreiheit. Für Rollstuhlfahrer und andere Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die in Papenburg stranden, weil sie vor einem defekten Aufzug stehen, ist das Ergebnis jedoch Hohn und Spott. Das Resultat bleibt vor allem nämlich eines: unzumutbar, weil die Funktionstüchtigkeit des Lifts unberechenbar ist.

Eine inzwischen jahrelange Serie von Pleiten, Pech und Pannen des Bahnhoflifts dokumentiert den Murks, der einem Schildbürgerstreich zur Ehre gereichen würde. Doch zum Lachen ist die Situation um den Bahnsteiglift in Papenburg schon lange nicht mehr.

Die Bahn muss endlich eine zuverlässige Funktionsfähigkeit des Aufzuges gewährleisten. Kann sie das nicht, ist sie verpflichtet, eine alternative Lösung umzusetzen. Wenn es nicht anders geht, muss der alte, ebenerdige Notübergang wieder her. Hier kann sich die Bahn nicht hinter Sicherheitsbedenken verstecken. Klar ist: Dickfelligkeit darf nicht länger zulasten von Rollstuhlfahrern und Reisenden mit Kinderwagen oder mit schwerem Gepäck gehen.


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