Menschen zum Umdenken anregen Ausstellung in Papenburg zeigt „Landwirtschaft im Wandel“

Von Jennifer Kemker

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Die Ausstellung „Landwirtschaft im Wandel“, die (von links) von Karl-Heinz Augustin, Ottmar Ilchmann und Leo Schwarte eröffnet wurde, soll einen Diskussionsbeitrag zur landwirtschaftlichen Entwicklung leisten. Foto: Jennifer KemkerDie Ausstellung „Landwirtschaft im Wandel“, die (von links) von Karl-Heinz Augustin, Ottmar Ilchmann und Leo Schwarte eröffnet wurde, soll einen Diskussionsbeitrag zur landwirtschaftlichen Entwicklung leisten. Foto: Jennifer Kemker

Papenburg. Auf zwölf großen und 18 kleinen Tafeln zeigt die Ausstellung „Landwirtschaft im Wandel“ in Naschkes Garten in Papenburg bis Ende Mai die Entwicklungen in der Agrarbranche.

Die Arbeitsgruppe aus dem Naturschutzbund Emsland Nord (NABU), der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte-Weser-Ems Regionalverband Unterems (RHS) und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Emsland (BUND) erarbeitete innerhalb von zehn Monaten die Ausstellung, die einen Diskussionsbeitrag zu aktuellen Entwicklungen in der Landwirtschaft leisten soll. „Es gibt viele Dinge, die verändert werden müssen“, so Karl-Heinz Augustin, Sprecher der Naturschutzverbände. „Die Menschen sollen ins Gespräch kommen und Ideen austauschen, die sie selbst verwirklichen können.“

Auch die Düngeregelung wird thematisiert

Um die Folgen der Entwicklung der Landwirtschaft auf Mensch, Tier und Umwelt zu diskutieren, ist ein Blick auf die Einfluss- und Nachhaltigkeitsfaktoren und Ziele nötig. Aber auch aktuelle Düngeregeln und Steuerung über die anstehende neue Verteilung von EU-Mitteln thematisiert die Ausstellung.

Flächendeckendes Insektenmonitoring

Der Boden als erste Grundlage, um Landwirtschaft betreiben zu können, ist dabei ein wichtiger Aspekt. Um die biologische Vielfalt zu fördern und Erosion zu vermeiden, müsse der Boden schonend bearbeitet werden. Der NABU fordert möglichst schnell ein dauerhaftes und flächendeckendes Insektenmonitoring aufzubauen. Ebenso wichtig sei es, den ökologischen Landbau weiter auszubauen und besonders in Schutzgebieten Pufferbereiche zu fördern, da auf diesen Flächen keine Pestizide eingesetzt werden dürfen, wie Leo Schwarte erklärte. Darüber hinaus werden unter anderem auch die Themen Wasser, Digitalisierung, biologische Vielfalt und Umwelt in Verbindung gesetzt.


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