Aktionen mit Landwirten verstärken Papenburger Jäger für mehr Wildäcker

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Hegeringleiter Ansgar Kösters (r.) ehrte (v. l.) Hans Trecksel, Bianca Pott und Hans-Joachim Poge. Foto: Bernh. Jordan/HegeringHegeringleiter Ansgar Kösters (r.) ehrte (v. l.) Hans Trecksel, Bianca Pott und Hans-Joachim Poge. Foto: Bernh. Jordan/Hegering

Papenburg. Um dem Wild mehr Rückzugs- und Äsungsmöglichkeiten zu geben, wollen die Jäger des Hegerings Papenburg gemeinsam mit Landwirten in ihrem Revier weiterhin verstärkt Wildäcker und Blühstreifen anlegen.

Das erklärte Hegeringleiter Ansgar Kösters während der Mitgliederversammlung des Hegerings im Hinblick auf einen starken Rückgang des Niederwildes. Davon betroffen ist dem von Kösters vorgelegten Streckenbericht zufolge insbesondere der Fasanen- und Hasenbestand.

Umweltaktion von großer Bedeutung

Große Bedeutung maß der Hegeringleiter der Müllsammelaktion „Papenburg räumt auf“ zu. An der Aktion hätten sich auch in diesem Jahr wieder etliche Jäger aus den Papenburger Revieren beteiligt. Die Jäger sehen sich als aktive Naturschutzorganisation. „Als Jäger werden wir in der Öffentlichkeit auch daran gemessen, wie sich die Reviere in Papenburg darstellen“, sagte Kösters. Durch ihren häufigen Aufenthalt in der Natur falle den Jägern „die zunehmende Vermüllung der Natur“ besonders auf.

400 Kinder bei Waldjugendspielen

In seinem Rechenschaftsbericht lenkte der leitende Jäger das Augenmerk aber auch in weiteren Punkten auf die Öffentlichkeitsarbeit. So habe sich der Hegering mit seinem Infomobil an den Waldjugendspielen mit fast 400 Kindern beteiligt. Vertreten gewesen seien die Jäger darüber hinaus beim Kinderfest, dem Jubiläum der Jugendfeuerwehr, dem Bauernmarkt sowie auf Weihnachtsmärkten. Besonderen Anklang bei den beteiligten Landwirten habe die „Wildretter-Aktion“ gefunden, bei der zehn Warngeräte zur Grasmahd ausgehändigt worden seien, so Kösters. Mit Unterstützung des Biotopfonds soll nach dem Willen des Hegerings möglichst im öffentlichkeitswirksamen Bereich der Von-Velen-Anlage ein Insektenhotel aufgestellt werden.

Hans-Joachim Poge seit 50 Jahren dabei

Für 50-jährige Mitgliedschaft erhrten die Mitglieder Hans-Joachim Poge. Er sei nicht nur ein „alter Hase“ im Jagdgeschäft, sondern auch aktiver Bläser und nehme regelmäßig an den Waldjugendspielen teil, hieß es. Ebenfalls regelmäßig bei den Waldjugendspielen dabei ist Hans Trecksel, der auf eine 40-jährige Mitgliedschaft zurückblicken kann. Trecksel fungierte zudem als Schießwart.

Neuer Obmann der Bläsergruppe Diana ist Mathis Kolleck. Er ermunterte alle Jungjäger, sich möglichst auch in der Bläsergruppe zu engagieren. Hundewart Hermann Voßkuhl rief dazu auf, sich möglichst frühzeitig einen Jagdhund anzuschaffen – nicht zuletzt, weil für Revierinhaber eine rechtliche Verpflichtung bestehe, „einen brauchbaren Hund“ zu führen.


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