90. Stahlblock verarbeitet Meyer Werft: Kommandobrücke in „AIDAnova“ eingebaut

Die Kommandobrücke der „AIDAnova“ ist 500 Quadratmeter groß und bis zu 50 Meter breit. Foto: AIDA CruisesDie Kommandobrücke der „AIDAnova“ ist 500 Quadratmeter groß und bis zu 50 Meter breit. Foto: AIDA Cruises

Papenburg. Im Dock der Papenburger Meyer Werft ist mit dem Aufsetzen des 345 Tonnen schweren Kommandobrücken-Bauteils der Stahlbau des Kreuzfahrtschiffes „AIDAnova“ abgeschlossen worden.

Wie die Rostocker Kreuzfahrtreederei AIDA Cruises mitteilte, besteht der neue Ozeanriese aus insgesamt 90 Stahlblöcken. Die Kommandobrücke der „AIDAnova“ ist 500 Quadratmeter groß, bis zu 50 Meter breit und damit die größte der gesamten Flotte. Im Schiffsbetrieb ist die Brücke 24 Stunden von mindestens zwei nautischen Wachoffizieren besetzt. Für die Installation der technischen Instrumente werden 30 Kilometer Kabelbahn verlegt.

Die „AIDAnova“ wird das bisher größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff mit einer Länge von 337 Metern, einer Breite von 42 Metern und Platz für rund 6600 Passagiere. Das Schiff ist das erste einer Serie von insgesamt neun, die mit dem umweltfreundlicheren Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden. Sie wurden vom AIDA-Mutterkonzern Carnival für die verschiedenen Marken AIDA Cruises, Carnival Cruise Line, Costa Crociere und P&O Cruises bei der Meyer-Werften-Gruppe bestellt. Die Schiffe entstehen in Papenburg und im finnischen Turku bei Meyer Turku.

Allein für AIDA Cruises baut die Meyer Werft mit der „AIDAnova“ insgesamt drei Schwesterschiffe der sogenannten Helios-Baureihe, die in diesem Jahr, im Frühjahr 2021 und im Frühjahr 2023 abgeliefert werden. Für das Rostocker Kreuzfahrtunternehmen hat die Meyer Werft bereits von 2007 bis 2013 die insgesamt sieben Schiffe der „Sphinx“-Baureihe gebaut, ehe Aufträge für zwei Kreuzfahrtschiffe an die japanische Werft Mitsubishi Heavy Industries vergeben worden waren.

Mit den nun insgesamt drei neuen Schiffe der Helios-Baureihe investiert AIDA Cruises nach eigenen Angaben in den nächsten Jahren mehr als drei Milliarden Euro. Zudem würden mit jedem neuen Schiff rund 2000 neue Arbeitsplätze an Bord und an Land geschaffen. Derzeit verfügen die zwölf Schiffe der Flotte über eine Kapazität von 25.208 Betten. Das Unternehmen zählt insgesamt 11.400 Mitarbeiter aus 40 Ländern, darunter 10.000 an Bord.


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