Projekt an BBS Papenburg Schüler wollen Bewusstsein für „echte“ Notfälle schaffen

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Am Projekt beteiligt sind (von links) Sandra Sturm, Maike Terhorst, Hanna Voss, Kai Laarmann, Dieter Krott, Judith Vinke und Hauke Leemhuis. Foto: BBS PapenburgAm Projekt beteiligt sind (von links) Sandra Sturm, Maike Terhorst, Hanna Voss, Kai Laarmann, Dieter Krott, Judith Vinke und Hauke Leemhuis. Foto: BBS Papenburg

Papenburg. Mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst, der unter der Nummer 116117 erreichbar ist, hat sich eine Theoprax-Gruppe der Berufsbildenden Schulen (BBS) Papenburg befasst.

Wann ist es richtig, diese Nummer zu wählen? Mit dieser Frage haben sich die Schüler befasst. Eine durchgeführte Umfrage habe ergeben, dass 70 Prozent der Befragten angegeben hätten, etwa bei einer Blasenentzündung am Wochenende in die Notaufnahme des Krankenhauses zu fahren. Wie die Schüler weiter mitteilen, sei belegt, dass vier von zehn Menschen, die mit Beschwerden in die Notaufnahme eines Krankenhauses kämen, tatsächlich keine „echten“ Notfälle waren, sondern auch vom ärztlichen Bereitschaftsdienst hätten behandelt werden können.

Um Bewusstsein für die Nummer 116 117 zu schaffen, befasst sich eine Theoprax-Gruppe im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung in Aurich mit der Lösung dieses Problems. Zusammen mit ihrem Auftraggeber haben sie über die bisherige Arbeit und das weitere Vorgehen beraten, um Problembewusstsein zu schaffen und den Bekanntheitsgrad der Nummer zu erhöhen.

Außerdem bot sich den Schülern die Möglichkeit, die KVN und ihren Zuständigkeitsbereich vor Ort kennenzulernen. Im Zuge dessen wurde eine Facebook-Seite „Ärztlicher Bereitschaftsdienst der KVN Aurich“ erstellt, welche vor allem jüngere Menschen ansprechen soll. Um dennoch alle Personengruppen erreichen zu können, wurde ein Flyer gestaltet, um insbesondere auch darauf aufmerksam zu machen, in welchen Krankheitsfällen die Nummer 112 oder die 116 117 angerufen werden soll.

Die Faustregel hierbei laute: Handelt es sich um eine Erkrankung, mit der sie normalerweise einen niedergelassenen Arzt in der Praxis aufsuchen würden, aber die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann, dann ist der ärztliche Bereitschaftsdienst zuständig und nicht die Notaufnahme oder der Notruf.


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