Pflastern, Mähen oder Vertikutieren Papenburger Badbetreiber hofft auf Hilfe von Vereinen

Von Katharina Preuth


Papenburg. Badbetreiber Norbert Averdung hat bei einem Treffen mit Vereinen aus der Region in Papenburg eine Aufgabenliste erstellt, die bis zur Eröffnung des Freibades im Juni noch abgearbeitet werden muss. Die Vereine hatten ihre Hilfe im Vorfeld angeboten.

Der erste Bereich zu dem Norbert Averdung seine Gäste an diesem Tag führt, liegt außerhalb des Freibades. Am Parkplatz des Waldstadions stehen Vertreter einiger Papenburger Vereine und Mitglieder der Stadtverwaltung vor einem Beet. „Es fehlt ein Hinweisschild an der Straße. Wenn man sich nicht auskennt, weiß man gar nicht wo man hin muss“, so Averdung. Hier an der Straße sei seiner Meinung nach der beste Platz für ein solches Schild. Etwas ratlos schauen sich die Vereinsvertreter an. Schnell hilft Birgit Lelonek, Fachbereichsleiterin Soziales, Jugend, Schule und Sport bei der Stadt Papenburg, weiter. Dies sei kein Problem, bei dem die Vereine helfen können. Da müsse sich der Betreiber direkt an die Stadt wenden. „Wir können Manpower beisteuern“, sagt Ansgar Frischkemuth von der Interessengemeinschaft (IG) Schwimmausbildung. Und Muskelkraft werde an anderen Stellen benötigt, wie der weitere Rundgang zeigt.

„Viel Arbeit“

Hilfe hatten die Vereine dem Betreiber auf einer Bürgerversammlung Anfang April zugesagt. Averdung garantierte dafür im Gegenzug eine Wassertemperatur von 26 Grad. Beides, die Herrichtung der Außenanlage und die 26 Grad, seien finanziell eine zu große Belastung, erklärt der Betreiber. Heute wollen Vereinsvertreter schauen, wie viel und welche Arbeit auf sie wartet.

Das kleine Waldstück vor dem Badeingang müsse entholzt werden, so der Betreiber. Und der Rasen bei den Fahrradständern sei voller Moos und zu lang. Im Inneren des Freibades geht die Liste weiter. Auf der rechten Seite sind im Schatten eines großen Baumes verschiedene Sitzecken angeordnet. Nur haben die Wurzeln des Baumes das Pflaster angehoben. „Das sieht nicht schön aus“, so der Betreiber. Die Wiese im Eingang müsse vertikutiert, neu eingefasst und eingesät werden, zählt Averdung weiter auf. An verschiedenen anderen Stellen wuchert Unkraut, und es liegt Holz herum. Außerdem sei zu wenig Sand im Volleyballfeld, hier sei es nötig, das Feld wieder aufzufüllen. Einige Vereinsmitglieder schnauben. „Viel Arbeit“, sagt Werner Kuhlmann von der IG. „Es ist aber wert, dass man Einsatz zeigt. Es ist doch ein schönes Bad“, ergänzt Frischkemuth.

Diskussion um Öffnung

Mitten im Rundgang startet dann die Diskussion um die Öffnungszeiten des Freibades, die bereits auf der vorangegangenen Bürgerversammlung die Gemüter erhitzte. Für Bernd Brand vom Papenburger Turnverein (TV) stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Freibadbetriebes. Für den TV bedeutet die Öffnung vor allem, dass die eigenen Schwimmkurse, die nur im Hallenbad stattfinden können, ausfallen. Hallen- und Freibad haben nicht gleichzeitig geöffnet. Die IG stehe zwar vor einem ähnlichen Problem. Dennoch, so Frischkemuth, gehöre das Freibad zu Papenburg und sie als Vereinsmitglieder wollen helfen. „Die Schwimmschüler können dann draußen anwenden, was sie im Hallenbad gelernt haben“, sagt er.

Nach dem Rundgang einigen sich die IG und Averdung darauf, bereits am Samstag, 5. Mai 2018, mit den Arbeiten zu starten. Die IG, deren Mitglieder auch im DLRG oder bei den Wasserfreunden Völlen/Papenburg aktiv sind, hoffen auf viele helfenden Hände, erklärt Kuhlmann.