Polizei sucht Zeugen Kupferplatte von Gedenkstätte in Aschendorfermoor gestohlen

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Seit 2014 erinnert eine Gedenktafel an die Ermordeten in dem ehemaligen NS-Lager Aschendorfermoor. Von dem Areal ist eine 80 Mal 60 Zentimeter große Kupferplatte gestohlen worden. Foto: Gerd Schade/ArchivSeit 2014 erinnert eine Gedenktafel an die Ermordeten in dem ehemaligen NS-Lager Aschendorfermoor. Von dem Areal ist eine 80 Mal 60 Zentimeter große Kupferplatte gestohlen worden. Foto: Gerd Schade/Archiv

pm/dgt Aschendorfermoor. Unbekannte haben von der Kriegsgedenkstätte an der Straße „Am Seitenkanal“ in Aschendorfermoor eine große Kupferplatte gestohlen.

Der oder die bislang unbekannten Diebe haben die Örtlichkeit, die offiziell Gräberstätte „Herbrum/Aschendorf“ heißt und in dem im zweiten Weltkrieg bis zu 3000 Gefangene festgehalten wurden, zwischen Donnerstag und Samstag aufgesucht, teilte die Polizei am Dienstag mit. Gestohlen wurde eine Kupferplatte mit den Maßen 80 Mal 60 Zentimeter.

Zeugen, die Hinweise zu dem Diebstahl oder dem Verbleib der Kupferplatte geben können, melden sich bei der Polizei in Papenburg unter Telefon 04961/9260.

Durch Kinofilm wieder ins Blickfeld geraten

Die Gedenkstätte war in den vergangenen Wochen durch den Kinofilm „Der Hauptmann“ wieder ins Blickfeld geraten. Der Film erzählt die Geschichte des falschen Hauptmanns Willi Herold, der in den letzten Kriegstagen 1945 beispiellos mordend durchs Emsland zog und auch in Aschendorfermoor aktiv war. Das dortige Strafgefangenenlager war eines von insgesamt 15 NS-Emslandlagern. Seit 2014 erinnert in dem Ortsteil der Stadt Papenburg eine Gedenktafel an die Ermordeten.

Zum materiellen Wert der gestohlenen Kupferplatte machte die Polizei keine Angaben, der ideelle Wert dürfte ungleich höher sein.


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