Bernhard Pieper aus Bokel, Papenburg Präsident des Landesfischereiverbandes Weser-Ems gibt Posten ab

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Die Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast (rechts), mit dem scheidenden Präsidenten des Sportfischerverbandes Weser-Ems, Bernhard Pieper, und seiner Tochter Petra Post. Foto: Henning StilkeDie Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast (rechts), mit dem scheidenden Präsidenten des Sportfischerverbandes Weser-Ems, Bernhard Pieper, und seiner Tochter Petra Post. Foto: Henning Stilke

pm/mpl Friedrichsfehn/Papenburg. Nach zwölf Jahren als Präsident des Landesfischereiverbandes Weser-Ems hat Bernhard Pieper sich nicht wieder zur Wahl gestellt. Beim Sportfischereitag und der Jahresversammlung des Verbandes in Friedrichsfehn wurde der 76-Jährige für seine Verdienste geehrt.

Der Verband bedankte sich bei seinem Präsidenten für eine lange, erfolgreiche Amtszeit, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. Die Präsidentin des Deutschen Angelfischerverbandes, Dr. Christel Happach-Kasan, lobte die gute Zusammenarbeit der Verbände und Piepers Einsatz auch für den Bundesverband. Vom niederländischen Nachbarverband Groningen-Drenthe wurde dem Bokeler der Verdienstorden verliehen – eine nur selten vergebene Auszeichnung, hieß es. Pieper selbst erinnert sich an „schwierige und schöne Zeiten“, wie er auf Nachfrage berichtete. In der Vergangenheit hatte er mehrere Posten in Fischereiverbänden inne. Gerne denkt er zurück an die Zeit, als sich viele Jahre nach der Wende der in Ostdeutschland gegründete Deutsche Anglerverband und der westdeutsche Verband Deutscher Sportfischer 2013 vereinten. „Ich hab die Verschmelzung mitgemacht“, sagte Pieper über die Zeit, als er Vizepräsident des Deutschen Angelfischerverbandes war. Auch wenn Pieper nicht mehr im Amt ist, wolle er dem Landesfischereiverband Weser-Ems weiter zur Seite stehen, beispielsweise bei der möglichen Errichtung einer Akademie an der Aaalauffangstation Herbrum, die der Landesverband vor wenigen Monaten vom Deutschen Fischereiverband zurückgekauft hat.

Bisheriger Vize Heinz Gäßner wird neuer Präsident

Bei der Wahl gab es ein einstimmiges Ergebnis für Heinz Gräßner. Der bisherige Vize-Präsident und Vorsitzende des Sportfischervereins Wilhelmshaven wird damit zum neuen Präsidenten des Sportfischerverbandes im Landesfischereiverband Weser-Ems. Als neuer Vize-Präsident wurde Karl-Heinz Poll vom Angelsportverein Dörpen gewählt. Ebenfalls neu ins Präsidium gewählt wurde Torsten Kampf vom Sportfischer Verein Wilhelmshaven, der bereits von den Jugendwarten der Mitgliedsvereine als Jugendleiter des Verbandes gewählt wurde.

Der Verband vertritt 118 Angelvereine mit rund 50.000 Mitgliedern in Nordwest-Niedersachsen. Seit Jahrzehnten hat sich der Verband durch seinen Einsatz für die Gewässerrenaturierung, für den Bestand bedrohter Fischarten aber auch durch seine Jugendarbeit einen Namen gemacht, heißt es in der Mitteilung des Verbandes.

Niedersächsische Politiker zu Gast beim Sportfischereitag

Zur Versammlung fanden sich Politiker aus Niedersachsen ein. Die Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast (CDU), verwies auf die beachtliche Zahl der Verbandsmitglieder, deren Interessen man als Politiker auf keinen Fall übersehen dürfe. Dem Sportfischerverband attestierte Otte-Kinast eine hervorragende Arbeit im Bereich bei der Revitalisierung von Gewässern, für die es schon eine Reihe von Auszeichnungen gegeben hat. Außerdem sei der Verband erfolgreich in der Wiederansiedlung von Wanderfischen. So konnte im vergangenen Jahr eine Rekordzahl an Lachsen und Meerforellen registriert werden, die in die Verbandsgewässer zurückgekehrt sind. Auch das diplomatische Geschick des Präsidiums lobte die Ministerin. So sei es dem Verband überall, wo Schutzgebiete ausgewiesen werden sollten, gelungen, die Möglichkeiten zu angeln aufrecht zu erhalten.

Ein Grußwort sprach auch Bernd-Carsten Hiebing, Landtagsmitglied für die CDU, der das hohe ehrenamtliche Engagement in den Fischereivereinen lobte. Er sprach sich für einen ständigen Dialog zwischen der Politik und der Fischerei aus. Es sei dringend erforderlich, über die Interessen der Fischerei informiert zu sein.

Der SPD-Politiker und Präsident des Deutschen Fischereiverbandes, Holger Ortel, betonte, dass es in Niedersachsen rund 300.000 Angler gäbe. Diese gelte es bei kritischen Themen wie der Kormoranverordnung oder der Frage der Aalförderung und des Aalfangs zu unterstützen.


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