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16.04.2018, 08:36 Uhr KOMMENTAR

„Philosophieren mit Kindern“ in Papenburg: Essentiell

Kommentar von Maike Plaggenborg

Die Kinder, die am Projekt teilgenommen haben, haben ein Zertifikat bekommen. Foto: Susanne Risius-HartwigDie Kinder, die am Projekt teilgenommen haben, haben ein Zertifikat bekommen. Foto: Susanne Risius-Hartwig

Papenburg. In Papenburg ist das Projekt „Philosophieren mit Kindern“ zu Ende gegangen. Dass Kinder sich mit ihrer eigenen Denkart befassen, ist bedeutsam für das Betrachten von Dingen und Sachverhalten. Ein Kommentar.

Philosophieren bedeutet, sich Fragen zu stellen, und das ist wohl der Keim eines jeden Gedankengangs – ein Anstoß also. Diese Erfahrung bot sich auch den Kindern, die an dem Papenburger Projekt „Philosophieren mit Kindern“ teilgenommen haben.

Entscheidend bei solchen Denkprozessen ist nicht, eine Antwort zu finden, sondern die Vielfalt der Blickrichtungen, die sich daraus entwickelt. Das Denken hilft beim Betrachten von Sachverhalten und Dingen, die viele Menschen als gegeben ansehen. So lässt sich beispielsweise darüber nachdenken, ob Pflanzen eine Seele haben – eine der gerne gestellten Fragen im Altgriechisch-Unterricht. Für die einen mag das eine abstrakte und unnütze Frage sein, für andere wiederum eine spannende und anregende.

Nicht zuletzt sind unbeantwortete Fragen auch ein Anstoß für die Wissenschaft. Und wenn sie nicht dort münden, fördern sie womöglich die Fantasie, und die ist nach Albert Einstein bekanntlich wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.


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