Ausstellung „SpannWeite – Ästhetik“ Kultur und Kunst als Lebensmittel erkennen

Von Jennifer Kemker

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Papenburg. Einen Einblick in die Arbeit der Künstler der Kunstschule Zinnober, die ihr Werke zum Thema “SpannWeite – Ästhetik“ im Forum Alte Werft ausstellen, verschaffte sich CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann.

Im Rahmen des Projektes „ÄPfEL - Ästhetisches Programm fürs Emsland“ beschäftigten sich Olga Berg, Renate Gatner Editha Janson und Alexej Janzen mit dem Begriff der Ästhetik und seinen zwei Bedeutungsrichtungen „Schönheit“ und „Wahrnehmung“.

Bei der Erarbeitung der Ausstellung ließen sich die Künstler auf die Ästhetik, den künstlerischen Prozess und die soziale Skulptur ein, erforschten sie gemeinsam und machten sie für den Besucher sichtbar. „Wir sind selbst in den Prozess gegangen, denn es sollte etwas entstehen, das authentisch aus dem Impuls erwächst“, so Kunstschulenleiterin Petra Wendholz. Ebenso wird die Architektur des Raumes als selbst gestaltetes und vermittelndes Element berücksichtigt, wie Wendholz sagt.

Auf der einen Seite liegt nach ihren Worten der Schwerpunkt auf der Vermittlung des künstlerischen Prozesses. Auf der anderen Seite stehe auch die individuelle Wahrnehmung verschiedener Themenbereiche, etwa Horizonte im Blickpunkt. Den dritten Schwerpunkt bildet schließlich die Schönheit fertiger Kunstwerke, die Perfektion, das Ergebnis.

Bereits durch das Eingangsbild an der Fensterfront der Galerie werde durch verschieden große Äpfel, die an die Scheiben teilweise übereinander geklebt wurden, die Unterschiedlichkeit deutlich, die die Möglichkeiten der Kunst aufweisen. Ungewöhnlich sind laut Wendholz auch die Lampen, die in der Mitte des Raumes aufgehängt wurden. Weil sie aus der Bevölkerung kommen, hätten sie eine eigene Geschichte.

Die Besucher sollen nach Aussage der Künstler die individuellen Eindrücke aus der Ausstellung, die noch bis zum 22. April zu sehen ist, mitnehmen und Kultur als „ein Lebensmittel“ erleben. „Es ist nicht richtig, wenn man Kultur nur als das Sahnehäubchen versteht“, sagte Connemann. Kunst und Kultur sei wichtig, um sich selbst zu entdecken. Gerade Kinder und Jugendliche, die eine künstlerische Bildung genießen, seien stärker, klüger und kreativer, so Connemann.


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