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14.04.2018, 15:38 Uhr KOMMENTAR

Zum Akadamieabend „Erziehung“ in Papenburg: Grenzen setzen

Kommentar von Gerd Schade

Die Erziehung von Kindern ist eine Mammutaufgabe. Symbolfoto: Rolf Vennenbernd/dpaDie Erziehung von Kindern ist eine Mammutaufgabe. Symbolfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

Papenburg. Wer Kinder erzieht, muss Grenzen setzen. Ein Kommentar.

Wenn Vater und Mutter sich hinterfragen, weil ihnen ihre Sprösslinge auf der Nase herumtanzen, sind sie als Eltern gut beraten, sich an die eigene zu fassen. Das bedeutet nicht, dass man in der Erziehung keine Fehler macht – und sie auch nicht machen darf. Eltern müssen und können nicht perfekt sein. Doch wer davon beseelt ist, seine Kinder auf Augenhöhe von Erwachsenen erziehen zu wollen, landet auf dem Holzweg. Denn so werden Mädchen und Jungen zwangsläufig überfordert.

Das wiederum kann Folgen nicht nur für die Familie, sondern auch für andere haben. Denn eine allzu intensive Laisser-faire-Haltung kann schnell zu Auseinandersetzungen beim Miteinander mit Gleichaltrigen führen.

Sinnvoller erscheinen deshalb Methoden, die von liebevoller Konsequenz getragen sind. Der Sozialpädagoge Rainer Gall sprach beim Akademieabend von fürsorglicher Hierarchie.

Ausdrücklich nicht zu verwechseln ist dies mit einem anderen Extrem: dem Überbehüten von Kindern. Sogenannte Helikoptereltern, die ihr Kind beispielsweise überall hinkutschieren, laufen Gefahr, dessen Vertrauensbildung zu hemmen und Unselbstständigkeit zu fördern.


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