Am Sonntag, 15. April Kulturfestival der HÖB startet in Papenburg

Von Marion Lammers

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Mit viel Spaß an gemeinschaftlicher kreativer Arbeit entstanden Kunstwerke im Rahmen des „Künstlertreffs“ der HÖB unter der Leitung des syrischen Künstlers Bozo Youssef (Zweiter von rechts) und Kirsten Kuhlmann, Bildungsreferentin der HÖB (rechts). Foto: Marion LammersMit viel Spaß an gemeinschaftlicher kreativer Arbeit entstanden Kunstwerke im Rahmen des „Künstlertreffs“ der HÖB unter der Leitung des syrischen Künstlers Bozo Youssef (Zweiter von rechts) und Kirsten Kuhlmann, Bildungsreferentin der HÖB (rechts). Foto: Marion Lammers

mls Papenburg. Im Rahmen eines Kulturfestivals unter dem Motto „Kultur macht bunt“ lädt die Historisch-Ökologische-Bildungsstätte (HÖB) große und kleine Gäste zu einem bunt gestalteten Nachmittag am Sonntag, 15. April, ein.

Die Abschlussveranstaltung unter dem Motto „Kultur macht bunt“ der Historisch-Ökologischen-Bildungsstätte Papenburg (HÖB) startet am Sonntagnachmittag mit einem bunten Programm. In der Zeit von 15 bis 17.30 Uhr werden die Ergebnisse aus den einzelnen Teilprojekten präsentiert. Für den musikalischen Rahmen sorgen die Chorgemeinschaft Papenburg und Zakeria Mohammed sowie Manni Dirks, der die Kunst des Trommelns präsentieren wird. Vor allem für die kleinen Gäste wird es viele ansprechende Angebote geben. Außerdem wird Kaffee und Kuchen geboten.

Drei Bausteine im Projekt

Das Projekt „Kultur macht bunt“ wurde von der HÖB mit Unterstützung des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur in der Zeit vom September 2017 bis Ende April 2018 mit insgesamt drei Bausteine umgesetzt und richtete sich vor allem an Menschen mit Fluchterfahrungen. Im Rahmen eines Familienseminares wurden insgesamt 56 Teilnehmern im Alter von zwei Jahren bis Ende 40 verschiedene Workshops zum Thema Malerei, Theater und Tanz angeboten, um Möglichkeiten zu finden, die eigenen Geschichten und Erfahrungen auf verschiedene Art und Weise auszudrücken. Der zweite Baustein richtete sich mit einem Theaterworkshop vor allem an Schüler mit Fluchterfahrungen. Durch die Entwicklung kleiner Aufführungen wurden in einem dreitägigen Seminar auf spielerische Weise Sprachkenntnisse erweitert und die persönliche Entwicklung gefördert.

Künstlertreff als Familientreff

Zum „Künstlertreff“ unter der Leitung des Künstlers Bozo Youssef, dem dritten Baustein des Projektes, trafen sich Menschen von jung bis alt zum malerisch-kreativen oder auch musikalischen Austausch mit dem Ziel die verschiedenen Kulturen zu vereinen. „Jeder Mensch hat Fähigkeiten, die er hier zeigen und einbringen kann“, erklärte Kirsten Kuhlmann, Bildungsreferentin der HÖB. „Die Teilnehmer können hier gedanklich abschalten, das tut einfach mal gut.“ Zwischendurch sorgen die Klänge eines Instrumentes namens „Rav Vast 2 D major“, das von dem Papenburger Künstler Otmar (Okapi) Nickolay gespielt wird, für eine ruhige entspannte Stimmung. Der aus Syrien stammende Youssef bezeichnet den Künstlertreff als „Familientreffen“: „Die Teilnehmer lernen sich kennen, reden miteinander und haben viel Spaß an der Malerei und der Musik“, so Youssef. Auch Zaineb Al-Shaikhly kann den positiven Einfluss des Treffs als Teilnehmerin bestätigen: „Hier fühle ich mich frei. Die kreative Arbeit ist für mich wie eine Art Therapie.“


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