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Basecap und Anhänger verloren Fahndungsbild nach Überfall in Papenburg veröffentlicht

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Papenburg. Nach dem versuchten Tötungsdelikt am vergangenen Sonntagabend in einer Wohnung am Bolwinsweg in Papenburg fahnden die Ermittler weiter mit Hochdruck nach dem mutmaßlichen Haupttäter. Er ist seit dem Vorfall auf der Flucht. Am Freitag wurde ein Fahndungsfoto von dem Gesuchten und weitere Bilder veröffentlicht. Überdies nannte die Anklagebehörde erstmals nähere Einzelheiten zu der versuchten Tötung.

Die Ermittler haben zudem Aufnahmen einer Baseballkappe sowie eines markanten Kreuzanhängers publiziert, die der Gesuchte am Tatort bei einer Auseinandersetzung mit dem Opfer verloren haben soll.

Den Angaben zufolge richtete der mutmaßliche Haupttäter eine Faustfeuerwaffe auf sein Opfer und betätigte den Abzug. Aus bislang unbekannten Gründen habe sich jedoch kein Schuss gelöst. Das Opfer habe die Situation genutzt, um sich zu wehren. Es habe den Waffenträger körperlich attackiert und in die Flucht geschlagen. Der Angreifer, der dabei den Ermittlern zufolge erheblich verletzt wurde, konnte unerkannt flüchten. Das Opfer blieb unverletzt.

Wie berichtet, war es am Sonntag gegen 18.40 Uhr in einem Mehrfamilienhaus zu der Tat gekommen. Der Mitteilung von Freitag zufolge hatten zwei Männer einen dort wohnenden Arbeiter aus Lettland überfallen. Bei den Männern handelt es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft den bisherigen Erkenntnissen zufolge um einen 42-jährigen, ebenfalls lettischen Staatsangehörigen, und den bisher nach wie vor unbekannten Begleiter. Letzterer habe nach Öffnung der Tür durch den Bewohner die Waffe auf das Opfer gerichtet.

Eine nähere Beschreibung des Gesuchten haben Staatsanwaltschaft und Polizei zu dem Phantombild nicht veröffentlicht. Zu sehen ist ein kräftiger bis korpulenter Mann, etwa 40 bis 50 Jahre alt und Träger eines schwarzen Bartes. Foto: Staatsanwaltschaft Osnabrück Foto: Staatsanwaltschaft Osnabrück

Bei dem Streit soll es um die Herausgabe eines Autos gegangen sein, hatte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück, Alexander Retemeyer, am Dienstag auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt. Das allein sei aber wohl nicht der Grund für die Tötungsabsicht gewesen. „Da muss noch etwas anderes hinterstecken“, hatte Retemeyer ergänzt.

Gesuchter wird bei Gegenwehr des Opfers verletzt

Der 42-Jährige, der der Mitteilung zufolge bereits am Tage zuvor in handgreifliche Auseinandersetzungen mit dem späteren Opfer verwickelt gewesen war, konnte schließlich von der Polizei an seiner Wohnanschrift festgenommen werden. Er befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Er steht im Verdacht, den Flüchtigen zu der Tötung motiviert zu haben.

Eine nähere Beschreibung des Gesuchten zu der Phantomskizze veröffentlichten Staatsanwaltschaft und Polizei nicht. Zu sehen ist ein kräftiger bis korpulenter Mann, dem Augenschein nach etwa 40 bis 50 Jahre alt und Träger eines schwarzen Bartes. Auf dem Bild trägt er zudem eine schwarze Lederjacke und ein rotes T-Shirt. Seine Arme sind auffällig kräftig behaart.

Basecap und Kreuzanhänger verloren

Neben der Tatwaffe, die am Tatort zurückblieb, verlor der Angreifer bei dem Überfall eine Basecap sowie einen markanten Kreuzanhänger, von denen ebenfalls Bilder veröffentlicht wurden. Ein Bild der Faustfeuerwaffe wurde nicht veröffentlicht.

Die Polizei bittet etwaige Zeugen, die Angaben zum Tatgeschehen, zur Identität des Gesuchten sowie zu den zurückgelassenen Gegenständen machen können, sich unter der Telefonnummer 0591/87400 oder 0591/87-215 zu melden.


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