Kommentar Illegale Autotunertreffen in Papenburg: Konsequent Durchgreifen

Von Daniel Gonzalez-Tepper

Der „Car-Freitag“ gilt bundesweit als Saisoneröffnung der Autotuning-Szene. Symbolfoto: Roland Weihrauch/dpaDer „Car-Freitag“ gilt bundesweit als Saisoneröffnung der Autotuning-Szene. Symbolfoto: Roland Weihrauch/dpa

Papenburg. Eine Stadt freut sich im Regelfall darüber, wenn Besucher von auswärts in den Ort kommen und dort verweilen. Bei den Freunden des Autotunings ist das mitunter anders, zumindest wenn sie unangemeldet aufkreuzen wie in Papenburg. Ein Kommentar.

Die Treffen, die wie an den Ostertagen in der Fehnstadt in der Regel zu später Nachtstunde stattfinden, werden oft von Lärm und Verkehrsverstößen begleitet. Dass Anwohner sich dabei in ihrer Nachtruhe oder Sicherheit gestört fühlen, ist nachvollziehbar. Die beide jüngsten illegalen Zusammenkünfte in der Fehnstadt sind spontan über soziale Netzwerke erfolgt, Fotos dieser Aufrufe liegen unserer Redaktion vor.

Offen bleibt die Frage, warum sich die Tuner ausgerechnet Papenburg für ihre Treffen ausgesucht haben und warum sie mehrere dutzend, wenn nicht gar mehr als 100 Kilometer auf sich nehmen, um aus den Niederlanden oder dem Oldenburger Land ins nördlichste Emsland zu kommen. Ein Fast-Food-Restaurant oder den Parkplatz eines Elektronikmarktes gäbe es in der Nähe ihrer Wohnorte mit Sicherheit auch.

Richtig ist die Ankündigung der Stadt, im kommenden Jahr noch konsequenter durchgreifen zu wollen. Weil an der Meyer Werft ein organisiertes Treffen stattgefunden hat, hatte die Kommune diesmal auf eine Verfügung zum Verbot unangemeldeter Treffen verzichtet.