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05.04.2018, 17:44 Uhr KOMMENTAR

Aschendorf: Mehr Teilhabe durch unabhängige Beratung

Kommentar von Maike Plaggenborg

Mehr Unterstützung und Teilhabe bedeutet die unabhängige Beratung in Aschendorf. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa BildfunkMehr Unterstützung und Teilhabe bedeutet die unabhängige Beratung in Aschendorf. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa Bildfunk

Aschendorf. Der Sozialverband in Aschendorf bietet gemeinsam mit dem St.-Lukas-Heim eine unabhängige Beratung für Menschen mit Behinderung an. Gerade der Aspekt Unabhängigkeit bietet dabei den nötigen Gewinn in Sachen Teilhabe, die der Bund damit gesetzlich regelt. Ein Kommentar.

Dass Menschen mit Behinderung in Aschendorf nun die Möglichkeit haben, sich an eine unabhängige Beratung zu wenden, ist ein Zugewinn für die Betroffenen.

Darüber hinaus ist der Aspekt der Unabhängigkeit einer, der die Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft, wie es im Gesetz heißt, weiter unterstreicht. Gut so. Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, brauchen Unterstützung, die ihren Bedürfnissen gerecht wird und nicht die möglichen marktwirtschaftlichen Interessen von Leistungsträgern und Leistungserbringern verwirklicht. Das Bundesteilhabegesetz sieht deshalb vor, dass die Situation von Menschen mit körperlichen, seelischen oder geistigen Beeinträchtigungen mithilfe der unabhängigen Beratung verbessert werden kann.

Was die Qualität der Beratung betrifft, so kann diese aus der Zusammenarbeit von Sozialverband und St.-Lukas-Heim hilfreich sein. Der Verband gewährleistet die Unabhängigkeit, auch indem die Beratung in dessen Räumen stattfindet. Die Caritas-Einrichtung steuert Fachkompetenz bei. Nicht zuletzt ist dabei die Finanzierung durch den Bund zu erwähnen, der die Kosten für das Angebot zu 95 Prozent übernimmt.


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