Vom 17. Juni bis 26. August Papenburger Freibad soll zehn Wochen offen sein

Meine Nachrichten

Um das Thema Papenburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Papenburg. In Papenburg liegen die Vorschläge für die diesjährige Freibadsaison auf dem Tisch. Gut 30 Interessierte haben am Dienstagabend an einer Bürgerversammlung der Interessengemeinschaft (IG) Schwimmausbildung im Hotel Hilling am Obenende teilgenommen.

IG-Vorsitzender Sascha Kleinhaus erläuterte zu Beginn den Hintergrund der Versammlung. „ Vor drei Wochen informierte uns Badbetreiber Norbert Averdung über seine Planung, dass Freibad in diesem Sommer nur für sechs Wochen in den Sommerferien öffnen zu wollen. Heute wollen wir uns eine Meinung zu den Themen Öffnungszeiten, Wassertemperatur, Erscheinungsbild und Übergangszeit bilden und diese dann an die Stadt richten, die im Anschluss mit dem Badbetreiber als Vertragspartner spricht.“

„Rumpfangebot irritierend“

Averdung machte erneut deutlich, dass er bei der Öffnungsdauer des Freibades durchaus gesprächsbereit ist. „Ich lasse da mit mir reden. Meine Idee war nur, die Hallenbadsaison zu verlängern, um die Schwimmausbildung zu gewährleisten.“ Schnell kristallisierte sich während der Diskussion heraus, dass die von ihm vorgeschlagenen sechs Wochen zu wenig sind. CDU-Ratsherr Burkhard Remmers zeigte sich „irritiert über das Rumpfangebot“.

Was wollen Vereine und Schulen?

Pascal Albers (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Sport und Soziales, lenkte den Blick auf die Vereine und Schulen und fragte, was diese wünschten. Vertreter der DLRG teilten mit, dass sie das Freibad nicht für die Schwimmausbildung nutzen und im Sommer kein Angebot bereithalten. Als Grund wurde unter anderem genannt, dass eine Wassertemperatur von 26 Grad nicht durchgehend garantiert sei. Dem widersprach Averdung. „Die Wassertemperatur ist nicht das Problem. Vielmehr ist das Becken für Kinder zu tief. Im Hallenbad hingegen kann die Tiefe mit einem Hubboden angepasst werden“, erklärte der Badbetreiber.

Debatte um Wassertemperatur

Kritik an einer generell zu geringen Wassertemperatur im Freibad wies Averdung zurück. „Die Temperatur ist nie unter 24 Grad.“ Eine Einschätzung, die im Plenum Zustimmung fand. Von einigen Besuchern wurde die Frage aufgeworfen, ob man überhaupt 26 Grad warmes Wasser brauche. „Sportschwimmer mit Sicherheit nicht, aber planschende Kinder schon“, so Kleinhaus. Averdung stellte in Aussicht, 26 Grad Wassertemperatur zu garantieren, wenn ihm bei der Herrichtung der Außenanlage geholfen werde. „Dann spare ich an dieser Stelle Geld ein.“

Public Viewing zur Eröffnung?

Hinsichtlich der Öffnungsdauer in diesem Sommer machte Albers den Vorschlag, das Freibad vom 17. Juni bis 26. August zu öffnen. Damit würde auch die Ferienzeit in Nordrhein-Westfalen Berücksichtigung finden. Averdung signalisierte Bereitschaft für diesen Zeitraum. Da am 17. Juni das erste WM-Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Mexiko stattfindet, brachte er die Idee vor, ein Public Viewing anlässlich der Freibaderöffnung zu organisieren.

Diskussion um Übergangszeit

Im Anschluss an die Debatte um die Öffnungsdauer wurde auch über die Übergangszeit von Hallen-auf Freibadsaison diskutiert. Averdung teilte mit, dass er jeweils zehn Tage dafür benötige. „Und das ist schon sehr sportlich.“ Aufgrund des Umpumpens des Wassers, der Auswertung von Wasserproben und technischer Abnahmen gehe es nicht schneller. Für einige Versammlungsteilnehmer nicht ganz nachvollziehbar. „Wir hätten die 20 Tage, in denen in Papenburg kein Bad geöffnet hat, gerne ganz vom Tisch. Ein nahtloser Übergang von Hallenbad- auf Freibadsaison muss doch möglich sein“, so IG-Vorsitzender Kleinhaus. Daraufhin machte Averdung deutlich, dass es generell möglich sei, es aber einen finanziellen Mehraufwand erfordert. Kleinhaus bat die Verwaltung darum, die finanzielle Machbarkeit zu prüfen.

„Nicht immer das Schlechte sehen“

Auch über das Erscheinungsbild und die Attraktivität des Freibades machte sich die Versammlung Gedanken. „Wir haben schon viel gewonnen, wenn wir wieder ein positives Image bekommen und nicht immer nur das Schlechte sehen wollen“, machte Averdung deutlich. Vorschläge aus dem Plenum hinsichtlich einer verbesserten Öffentlichkeitsarbeit, Schnuppertagen für Grundschüler oder dem Einsatz von Spielgeräten nahm der Badbetreiber „begeistert zur Kenntnis.“

Zum Ende fasste Kleinhaus das Ergebnis des Abends zusammen. „Die Ideensammlung liegt auf den Tisch. Wir fassen das jetzt zusammen, arbeiten einen Plan für die Freibadsaison aus und richten uns damit an die Verwaltung. Die soll den Rest klären.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN