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02.04.2018, 17:55 Uhr VORWÜRFE GEGEN WERKVERTRAGSUNTERNEHMEN

Alle Fragen auf der Meyer Werft lückenlos beantworten

Von Gerd Schade


Foto: Archiv/Christoph AssiesFoto: Archiv/Christoph Assies

Papenburg. Die Vorwürfe gegen das Werkvertragsunternehmen, dessen Mitarbeiter auf, aber nicht direkt bei der Meyer Werft beschäftigt sind, wiegen schwer. Die Führung der Papenburger Schiffbauer tut gut daran, für umfassende Aufklärung zu sorgen. Und zwar so schnell wie möglich.

Die Werft wird sich dabei an ihren Worten messen lassen und alle Fragen lückenlos beantworten müssen – nicht nur im Interesse jedes einzelnen Werkvertragsbeschäftigten, sondern auch im eigenen. Der Wert der Sozialcharta zeigt sich nicht auf dem Papier, sondern in ihrer Umsetzung.

Schwarze Schafe auf dem eigenen Gelände darf und wird sich das Unternehmen nicht leisten wollen. Andernfalls bekommt das Bild der Traumschifffabrik Papenburg neue Kratzer.

Feuertod und Rechtsstreit

Davon hatte es in den vergangenen Jahren trotz höchst erfreulicher Gesamtentwicklung im Zusammenspiel mit den Meyer-Standorten in Rostock und dem finnischen Turku mehrere gegeben. Erinnert sei an den Feuertod zweier Werkvertragsarbeiter in ihrer Unterkunft an der Landsbergstraße, die umstrittene Sitzverlagerung der Meyer-Muttergesellschaft nach Luxemburg und der zähe arbeitsrechtliche Streit mit dem früheren Betriebsratsvorsitzenden Ibrahim Ergin.

Sie warfen einen Schatten auf gute Nachrichten für die Region wie den Standortsicherungsvertrag bis 2030. Inzwischen sind die Meyer-Auftragsbücher so voll wie nie zuvor. Die Weltmarktführer der Kreuzfahrtreedereien lassen in einem knallhart umkämpften Markt ihre Schiffe in Papenburg bauen, weil sie Know-how, Qualität und Verlässlichkeit des Unternehmens zu schätzen wissen. Das ist auch ein Verdienst der Werkvertragsarbeiter.


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