Fusion in Norddeutschland Papenburger im Präsidium von neuem Gartenbauverband

Blumen gab es für das geschäftsführende Präsidium des WVG Nord. Einer der Vizepräsidenten ist Stefan Schulz aus Papenburg (Zweiter von rechts). Foto: WVG NordBlumen gab es für das geschäftsführende Präsidium des WVG Nord. Einer der Vizepräsidenten ist Stefan Schulz aus Papenburg (Zweiter von rechts). Foto: WVG Nord

pm/gs Papenburg/Jesteburg. Stefan Schulz aus Papenburg ist einer von insgesamt Vizepräsidenten im Wirtschaftsverband Gartenbau Norddeutschland (WVG Nord).

Der WVG Nord ist aus einer Fusion des Wirtschaftsverbandes Gartenbau (Niedersachsen/Bremen) und des Gartenbauverbandes Nord (Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern) hervorgegangen. Schulz war bereits Präsidiumsmitglied im Wirtschaftsverband Gartenbau. Zusammen mit seinem Bruder Daniel sowie seinem Vater Friedrich führt er einen Betrieb an der Straße Großes Meer.

(Weiterlesen: In Papenburg reifen die ersten Paprika)

„Die Gärtnerinnen und Gärtner in Norddeutschland sprechen von nun an mit einer Stimme“, erklärt Präsident Andreas Kröger (Hamburg) in einer Pressemitteilung. Den Startschuss für den neuen Verband feierten rund 100 Ehrengäste und Mitglieder in Jesteburg im Landkreis Harburg.

Ziel der Fusion ist Kröger zufolge, als Berufsverband die Rahmenbedingungen für den Gartenbau in Norddeutschland mitgestalten zu wollen. „Die Interessenvertretung für den Gartenbau, die Betriebsinhaber wie die Beschäftigten, die Öffentlichkeitsarbeit für unsere Produkte und Dienstleistungen, die Beratung und Betreuung unserer Mitgliedsbetriebe und -organisationen – all dies erfordert einen starken Verband.“ Durch den Schritt der Verschmelzung sichere man seine verbandliche Stärke und Leistungsfähigkeit. Kröger: „Wir sichern auch die Bezahlbarkeit dieser Leistungen aus Sicht des einzelnen Mitgliedes.“

Geografisch reicht das neue Gebiet des Unternehmensverbandes des Erwerbsgartenbaus mit Geschäftsstellen in Bremen und Hamburg vom Emsland bis nach Usedom sowie von Göttingen bis zur dänischen Grenze. Dem WVG Nord zufolge umfasst es rund 2400 Quadratkilometer mit 15 Millionen Einwohnern. Vertreten werden demnach die Interessen von rund 900 Gartenbaubetrieben, weit überwiegend aus den Fachsparten Blumen- und Zierpflanzenproduktion, Friedhofsgartenbau, Gemüseanbau sowie gärtnerischer Facheinzelhandel und Dienstleistung. Als Arbeitgeberverband sei er Tarifpartei und die Verbandsstruktur sei nach dem Fach- und dem Regionalprinzip aufgebaut.