17 Aktenordner – Konferenzen im Sommer Amprion reicht Anträge für A-Nord-Trasse bei Netzagentur ein

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17 Aktenordner umfasst der Antrag für die Erdkabeltrasse A-Nord, die Amprion jetzt bei der Bundesnetzagentur eingereicht hat. Foto: Amprion17 Aktenordner umfasst der Antrag für die Erdkabeltrasse A-Nord, die Amprion jetzt bei der Bundesnetzagentur eingereicht hat. Foto: Amprion

Papenburg/Meppen. Der Stromnetzbetreiber Amprion hat offiziell bei der Bundesnetzagentur die Trassenkorridore für die geplante Erdkabeltrasse A-Nord beantragt. Es bleibt beim Vorzugskorridor nahe der Grenze zu den Niederlanden, der Hümmling dürfte außen vor bleiben.

Das Unternehmen aus Dortmund teilte am Donnerstag mit, dass die insgesamt 17 Aktenordner, welche die Antragsunterlagen, unzählige Karten und bereits durchgeführte Gutachten beinhalten, am 21. März fristgerecht bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) eingereicht wurden. „Damit wurde das formelle Genehmigungsverfahren gestartet“, teilte Amprion mit. Für Projektleiter Klaus Wewering ist der Antrag ein „erster wichtiger Meilenstein im Projekt A-Nord.

Die Genehmigungsbehörde für die sogenannte Gleichstromverbindung zwischen Emden und Osterath bei Düsseldorf prüft den Antrag, der gemäß Paragraph Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) gestellt wurde, nun in den kommenden Wochen und Monaten die von Amprion erarbeiteten Trassenkorridore. Die sehen, wie mehrfach berichtet, einen Vorzugskorridor vor, der von Emden bis Sustrum (Samtgemeinde Lathen) weitgehend entlang der niederländischen Grenze verläuft, dort dann in Richtung Ober- und Niederlangen schwenkt, bei Haren die A31 kreuzt und dann bis etwa Dalum mit einigen Kilometern Abstand parallel zur A31 auf östlicher Seite führt. Danach kreuzt sie die Autobahn erneut und führt durch die Grafschaft Bentheim. Amprion schlägt vor, die Alternativtrasse über den Hümmling nicht weiter zu verfolgen. Das letzte Wort dabei hat aber nun die BNetzA.

Antragskonferenzen im Mai und Juni

Das Verfahren biete der Öffentlichkeit in den kommenden Monaten mehrere Beteiligungsmöglichkeiten, so der Netzbetreiber. Die BNetzA wird nach Angaben von Amprion zu sogenannten Antragskonferenzen einladen und Termine sowie Orte bekannt geben. Das dürfte laut Netzbetreiber im Mai und Juni der Fall sein. „Die Konferenzen bilden die Grundlage für den Untersuchungsrahmen, den die BNetzA dem Vorhabenträger mit auf den Weg gibt. Er umfasst, welche Korridore Amprion näher zu prüfen hat und wie detailliert die Untersuchungen erfolgen müssen. Zu den Antragskonferenzen sind alle Bürger eingeladen, die eine Stellungnahme zu der bisherigen Planung von A-Nord eingeben möchten“, teilte Amprion weiter mit.

Wer teilnehmen möchte, muss sich im Vorfeld auf den Internetseiten ( www.netzausbau.de) der Bundesnetzagentur dafür anmelden. Die Träger öffentlicher Belange, die von dem Vorhaben betroffen sind, beteiligt die BNetzA automatisch.

1000 Meter breiter Korridor für Erdkabel

Ziel der Bundesfachplanung ist es, zunächst einen 1000 Meter breiten Korridor für die spätere Erdkabeltrasse festzulegen. Ob die BNetzA dabei dem von Amprion vorgeschlagenen Korridornetz zustimmt, ist noch offen. Es könnten sowohl neue Varianten hinzukommen als auch bereits dargestellte Korridore gestrichen werden, betont Amprion.

Die Gleichstromverbindung A-Nord, die bis zu zwei Gigawatt Leistung übertragen kann, soll ab 2025 die größtenteils auf See erzeugte Windenergie in den Westen und Süden Deutschlands transportieren.

Der Antrag steht auf der Amprion-Webseite, vorbehaltlich der Prüfung auf Vollständigkeit durch die Bundesnetzagentur, zum Download zur Verfügung.


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