Für den SKFM Fünf Papenburger Schülerinnen planen Spendenlauf

Von Katja Daron

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Für Wohnungslose setzen sich ein: (von links) SKFM-Geschäftsführer Holger Gerdes, Susan Büter, Jana Müller, Svenja Bleicher, Alina Dünhoff und Sozialarbeiterin Veronika Wegmann. Foto: Katja DaronFür Wohnungslose setzen sich ein: (von links) SKFM-Geschäftsführer Holger Gerdes, Susan Büter, Jana Müller, Svenja Bleicher, Alina Dünhoff und Sozialarbeiterin Veronika Wegmann. Foto: Katja Daron

kda Papenburg. Schülerinnen der Berufsbildenden Schulen (BBS) Papenburg planen im Rahmen des Theo-Prax-Projektes einen Spendenlauf an der Ludgerusschule in Rhede. Der Ertrag soll dem Sozialdienst katholische Frauen und Männer (SKFM) Papenburg zugutekommen.

„Auch kleine Schritte können helfen“ lautet der Titel des Schulprojektes von Jana Müller, Svenja Bleicher, Lena Vosse, Alina Dünhoff und Susan Büter. In Zusammenarbeit mit dem SKFM Papenburg möchten sie über Obdachlosigkeit aufklären und ein nachhaltiges Spendenkonzept für die soziale Einrichtung erstellen. Etwa 860.000 Menschen hatten 2016 deutschlandweit keinen festen Wohnsitz, für 2018 ist die Prognose sogar steigend, lautet es in einer Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. Als wohnungslos gelten Menschen, die über keinen mietvertraglich abgesicherten Wohnraum verfügen würden, erklären die Mädchen. Der SKFM bietet solchen Menschen Notunterkünfte und Nahrung.

Sechs Übernachtungsstellen in Papenburg

In Papenburg gibt es sechs Übernachtungsplätze, die für drei aufeinanderfolgende Tage finanziert werden können, erklärt Sozialarbeiterin Veronika Wegmann. Dort können die Wohnungslosen auch duschen, ihre Wäsche waschen und sich aufwärmen. 2017 hätten 136 Personen die Schlafplätze für mehrere Tage in Anspruch genommen, größtenteils Durchreisende, sagt Wegmann. Außerdem gäbe es etwa 300 Menschen in Papenburg, die von der SKFM betreut würden, erzählt sie weiter. Trotz 500 ehrenamtlicher und 35 angestellter Mitarbeiter, könne der Sozialdienst jede Hilfe gebrauchen, sagt der Geschäftsführer Holger Gerdes. Finanzielle Unterstützung sei sehr wichtig, denn der SKFM finanziere sich zu einem großen Anteil aus Spenden, erklärt Wegmann.

Schüler erstellen Spendenkonzept

Um Gelder für die soziale Einrichtung zu sammeln, erstellen die fünf Mädchen ein übertragbares Spendenlaufkonzept. „Es war uns sehr wichtig, dass es nachhaltig ist und keine einmalige Spendenaktion“ sagt Alina Dünhöff. Das Projekt startet am 1. Juni an der Ludgerusschule in Rhede, soll aber so konstruiert werden, dass es von sämtlichen Schulen, Vereinen oder Firmen übernommen werden kann, erklärt Svenja Bleichner. Die Mädchen erklären, dass sich die Schule in Rhede perfekt als Pilotpartner angeboten hätte, da sie ohnehin jedes Jahr einen Lauftag, an dem die Schüler ihre Laufabzeichnen machen können, veranstalten würde. Läufer von Klasse drei bis elf sollen einerseits einen Informationsbrief zum Thema Obdachlosigkeit und dem SKFM bekommen. Andererseits erhielten sie einen Zettel für potenzielle Sponsoren, die die Schüler kilometerweise oder mit einem festen Betrag finanziell unterstützen. Der Gewinn von den etwa 400 Schülern soll komplett an den SKFM Papenburg gespendet werden, sagen die Mädchen.


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