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29.03.2018, 06:11 Uhr KOMMENTAR

Zur Bahnschalterschließung in Papenburg: Mausklick regelt Nachfrage

Kommentar von Gerd Schade

Der Fahrkartenverkauf im Alten Güterbahnhof in Papenburg wird eingestellt. Foto: Gerd SchadeDer Fahrkartenverkauf im Alten Güterbahnhof in Papenburg wird eingestellt. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Servicewüste Papenburg – dieser Gedanke greift angesichts der angekündigten Schließung des Bahnfahrkartenschalters in der Fehnstadt zu kurz. Ein Kommentar.

Denn dass das Angebot in den kommenden Wochen eingestellt wird, liegt auch in der Verantwortung der Mehrheit der Bahnreisenden, die sich von Papenburg aus auf den Weg machen. Sie regeln die Höhe der Nachfrage durch eine Abstimmung per Mausklick. Wenn verständlicherweise immer mehr Menschen die Gelegenheit nutzen, Tickets im Internet zu buchen oder am Automaten zu ziehen, liegt es auf der Hand, dass sich Kartenschalter nicht wirtschaftlich betreiben lassen können. Natürlich ist es ärgerlich für jeden verbliebenen Bahnfahrer, der sich parallel zum Ticketkauf persönlich beraten lassen möchte. Deswegen müssen Stadt und Westfalenbahn ernsthaft eine Lösung anstreben. Die Aussagen dazu dürfen keine Lippenbekenntnisse sein. Und doch lassen sich die gewohnten Strukturen durch die fortschreitende Digitalisierung nicht überall aufrechterhalten.


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