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27.03.2018, 18:09 Uhr KOMMENTAR

Zu Aufzeichnungen im Papenburger Media-Markt: Auf dünnem Eis

Kommentar von Daniel Gonzalez-Tepper

Ein Schild an der Tür des Media-Markt am Deverpark weist Kunden darauf hin, dass bei Betreten Bild- und Tonaufnahmen gemacht werden könnten. Foto: Daniel Gonzalez-TepperEin Schild an der Tür des Media-Markt am Deverpark weist Kunden darauf hin, dass bei Betreten Bild- und Tonaufnahmen gemacht werden könnten. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

Papenburg. Der Papenburger Media-Markt bewegt sich bei den Bild- und Tonaufnahmen, egal ob diese für die Zeitraffer-Videos während der Umbauarbeiten oder bei Veranstaltungen wie der Maskottchen-Olympiade erstellt werden, auf dünnem Eis. Ein Kommentar.

Die Rückmeldung des Sprechers der Landesbeauftragten für den Datenschutz belegt, dass das Vorgehen in mehrfacher Hinsicht einen faden Beigeschmack hat und Folgen haben könnte. Definitiv rechtswidrig, heißt es aus Hannover, ist das Schild, wonach dem Kunden bei Betreten des Geschäfts eine pauschale Einwilligung zu Bild- und Tonaufnahmen abverlangt wird.

Problematisch erscheint zudem die lange Dauer der Datenspeicherung und die Weiterverwendung des aufgenommenen Materials. Der Markt nutzt diese nämlich auch zu Werbezwecken, die Videos werden unter anderen in bezahlten Posts bei Facebook angezeigt. Und die Kunden, die auf den Sequenzen durch die Regalreihen laufen, werden nicht unkenntlich gemacht.

Die Marktleitung sollte Konsequenzen aus den Wellen, die der Fall jetzt schon gezogen hat, ziehen und die Aufnahmen sofort stoppen.


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