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27.03.2018, 08:40 Uhr NICO BLOEM NEU IM AMT

Meyer-Betriebsratsvorsitzender vor großen Herausforderungen

Kommentar von Mirco Moormann

Der neue Betriebsratsvorsitzende der Meyer Werft, Nico Bloem, steht vor großen Herausforderungen. Foto: Archiv/Christoph AssiesDer neue Betriebsratsvorsitzende der Meyer Werft, Nico Bloem, steht vor großen Herausforderungen. Foto: Archiv/Christoph Assies

Papenburg. Der neue Betriebsratsvorsitzende Nico Bloem tritt auf der Papenburger Meyer Werft einen nicht einfachen Job an. Er muss die Interessen etlicher Gruppen vertreten – und kann damit schnell zwischen viele Stühle geraten.

Der Neuling im Betriebsrat muss künftig nicht nur dafür sorgen, dass er die Interessen der Tausenden Angestellten auf der Werft angemessen vertritt. Er muss auch die Meinungen im Gremium unter einen Hut bringen. Hinzu kommt seine wichtige Funktion als Schnittstelle zur Geschäftsführung. Die Aufgaben, die in Betrieben mit mehreren Tausend Beschäftigten anfallen, bedeuten für Bloem, der aufgrund seines Alters schlichtweg noch nicht über große Erfahrungen verfügen kann, in jedem Fall eine große Herausforderung.

Sein Vorgänger Ludger Husmann, seit 1995 im Gremium vertreten, hat in den vergangenen eineinhalb Jahren die Wogen seit dem heftig umstrittenen Ausscheiden seines Amtsvorgängers Ibrahim Ergin wieder glätten können. Hier muss der neue Betriebsratschef ansetzen – und versuchen, sein Amt mithilfe erfahrener Arbeitnehmervertreter im Sinne aller auszuüben.

Bloems Alter kann und darf dem 23-jährigen Rheiderländer dabei nicht zum Nachteil ausgelegt werden. Eine gewisse Unbedarftheit kann beim Neustart auch ein Vorteil sein.


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