„Wohngeldobergrenze zu niederig“ SPD kritisiert Mietwerterhebung für Papenburg

Die Wohngeldobergrenze für Papenburg halten die SPD-Senioren der Fehnstadt für zu niedrig. Symbolfoto: Bodo Marks/dpaDie Wohngeldobergrenze für Papenburg halten die SPD-Senioren der Fehnstadt für zu niedrig. Symbolfoto: Bodo Marks/dpa

Papenburg. Die Papenburger SPD-Senioren halten die vom Landkreis Emsland festgesetzte Wohngeldobergrenze in der Fehnstadt für zu niedrig. Wohngeldempfänger würden deshalb kaum Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen finden.

In einer Pressemitteilung fordert die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus Papenburg die Kreistagsabgeordneten auf, die Kreisverwaltung zu einer „realistischen Bestandsaufnahme“ sowie eine „veränderte Fortschreibung der Angemessenheitsrichtwerte“ zu drängen. Nach Auffassung der SPD ist nicht verständlich, dass in Papenburg die Obergrenze für Zwei-Personen-Haushalte bei 386 Euro und in Meppen und Lingen bei 409 Euro lägen und auch in Rhede bei 402 Euro. „Leidtragende sind die Wohngeldempfänger, die die Mehrkosten oberhalb der Obergrenzen selbst tragen müssen. Papenburger Mieter werden durch diesen ungerechten Unterschied und durch die Verdrängung durch Werkvertragsarbeiter auf dem Wohnungsmarkt doppelt belastet“, heißt es in der Mitteilung.

Wohnungsmarkt äußerst angespannt

Weil in Papenburg der Wohnungsmarkt äußerst angespannt ist, fände man in der Fehnstadt keine Wohnungsangebote, die innerhalb der Grenzen der Unterkunftskosten lägen. „Die Beträge entsprechen nicht einmal der Nettokaltmiete“, so die SPD.

Grundsätzlich begrüße sie die Anhebung der angemessenen Kosten der Unterkunft für Wohngeldempfänger zum 1. April 2018. Nach der letzten Festlegung vor zwei Jahren sei eine Anpassung dringend notwendig. Allerdings seien bereits bei der ersten Erhebung lediglich Daten zusammengetragen worden, die auf freiwilliger Basis zur Verfügung gestellt worden seien. „Es flossen zum Beispiel in Papenburg nicht genügend Daten von Mietwohnungen privater Vermieter ein, sodass sich in Papenburg niedrigere Werte als in allen emsländischen Kommunen ergeben haben. Weiterhin sind die Angebotsmieten nicht ausreichend berücksichtigt worden“, argumentieren die Sozialdemokraten.

(Weiterlesen: Mietwerte im Emsland sind gestiegen)