Ware aus Fernost beschlagnahmt Falsche Mercedes-Sterne in Paket in Papenburg entdeckt

Gefälschte Mercedes-Sterne, die für Kfz-Reifenfelgen verwendet werden, hat das Hauptzollamt in einem Paket aus Fernost entdeckt und in Papenburg beschlagnahmt. Foto: Hauptzollamt OldenburgGefälschte Mercedes-Sterne, die für Kfz-Reifenfelgen verwendet werden, hat das Hauptzollamt in einem Paket aus Fernost entdeckt und in Papenburg beschlagnahmt. Foto: Hauptzollamt Oldenburg

pm/dgt Papenburg. Der Zoll hat in Papenburg ein Paket aus Fernost beschlagnahmt, in dem sich 40 Sterne, dem Markensymbol des Autoherstellers Mercedes Benz, befunden haben.

Die Ware war bei der Abfertigung eines privaten Postpakets aufgefallen, teilte das Hauptzollamt Oldenburg jetzt mit. Die 40 sogenannten Nabendeckel sollten für Kfz-Reifenfelgen verwendet werden. „Es handelte sich um Fälschungen aus Fernost“, teilte Frank Mauritz, Sprecher des Hauptzollamt Oldenburg, weiter mit.

Zoll geschult, Produktfälschungen zu erkennen

Erfahrenen Beamten in der Postabfertigung sei die Fälschung aufgefallen, heißt es in der Mitteilung. „Sie sind erfahren und gut geschult, wenn es darum geht Produktfälschungen zu erkennen. Ihre Zweifel an der Originalität von Waren im Postverkehr haben sich in der Vergangenheit schon häufig bestätigt. So auch in diesem Fall“, wird Mauritz in der Mitteilung zitiert.

Für eine abschließende Überprüfung der Plagiate sei der Markenrechtsinhaber, also Daimler Benz, eingeschaltet worden. Dieser habe den Fälschungsverdacht der Zöllner bestätigt, heißt es. Der Paketempfänger hatte die falschen Mercedes-Sterne im Internet bestellt, so das Hauptzollamt, das nun für eine Vernichtung der Plagiate sorgen wird.

Rat zu „gesundem Misstrauen“ bei Bestellungen im Internet

Der Zoll warnte in der Mitteilung davor, unbedarft im Internet gefälschte Produkte zu bestellen und sich per Post nach Hause liefern zu lassen. „Die virtuellen Märkte bieten günstige Ware aus aller Welt, die rund um die Uhr und oft nur einen kurzen Klick entfernt ist. Doch genauso wie auf realen Marktplätzen gibt es auch im Internethandel schwarze Schafe“, heißt es von den Abfertigungsbeamten, die sich um die Überprüfung derartiger Pakete aus dem Ausland kümmern. Handelt es sich nachweislich um eine Fälschung, beschlagnahmt der Zoll die eingeführte Ware. Möglich seien dann unter anderem Schadensersatzforderungen des Originalherstellers, so die Beamten, die zu einem „gesunden Misstrauen“ auf virtuellen Marktplätzen raten.