Ausstellung in Aschendorf Bilder kaufen und so Kindern in der Ukraine helfen

Von Annika Keilen

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anke Papenburg. Die Papenburger Hilfsorganisation „Quelle der Hoffnung“ lädt ab Montag, 26. März, in eine Kunstausstellung in den Aschendorfer Ado-Hallen ein. Gezeigt und für den guten Zweck verkauft werden sollen Werke, die von Kindern im Kriegsgebiet der Ostukraine gemalt wurden.

Organisator der Ausstellung ist Andreas Brehse. Der Papenburger hat die Hilfsorganisation eigenen Angaben zufolge schon vor drei Jahren gegründet. Nun geht er mit der Ausstellung eine breitere Öffentlichkeit über die Situation in der Ostukraine informieren – und gleichzeitig den Kindern dort helfen.

Bilder von Kindern aus Kriegsgebiet

Etliche Bilder hat er in seinem Lager in den ehemaligen Ado-Hallen in Aschendorf, in dem Hilfsgüter für die Ukraine gesammelt werden, aufgehängt. Es sind Bilder von Kindern, die in Lugansk im Kriegsgebiet leben, sagt Brehse. Trotz der schlimmen Umstände malten die Kinder immer noch eine lachende Welt in bunten Farben. In der Realität hätten die Kinder jedoch die volle Wucht des Krieges am eigenen Leib miterlebt. Viele von ihnen hätten ihre Eltern und ihr Zuhause verloren. Durch die Malerei versuchten sie auch, ihre Traumata zu verarbeiten, meint Brehse.

Auch bekannte Künstler dabei

Neben den Bildern der Kinder gibt es auch Werke von bekannteren Künstlern aus der Ukraine, so Brehse. So etwa ein Bild, dass den erstickten Schrei einer Frau darstellt. Der Schrei kommt aus den Tiefen eines Kellers, indem die Künstlerin Tatiana Cheprasova während des ukrainischen Krieges für vier Monate lebte. Ihre Bilder erzählen persönliche Geschichten aus ihrem Inneren, meint Brehse.

Angefangen mit Kleiderspenden

Diese und weitere Bilder bietet die Ausstellung „Artbridge“ (deutsch: Kunstbrücke), organisiert von Brehse und seinem Verein. Als er die Bilder aus dem Kriegsgebiet zum ersten Mal sah, sei für ihn klar gewesen, dass er helfen müsse, so Brehse. Angefangen habe er mit der Sammlung von gespendeter Kleidung. Doch nicht nur Privatpersonen unterstützen ihn, sondern auch ein Papenburger Sanitätshaus. So kämen auch Rollstühle und Rollatoren zu den Spenden, meint Brehse.

Insgesamt konnte der ehrenamtliche Vereinsvorsitzende bisher zwölf LKW-Fuhren nach Kiew bringen. Von dort aus würden ukrainische Helfer die Ladung verteilen. Hätte er das nötige Geld, könnte er noch vier weitere LKWs in das Kriegsgebiet schicken. Derzeit warten noch haufenweise Kartons an Kleidung, viele Rollatoren, Rollstühle und sogar Möbel auf die Fahrt. Auch einen neuen Raum müsse er finden, meint der Vereinsvorsitzende.

Gesamter Erlös geht nach Lugansk

Eine Unterstützung erhofft sich der Vereinsvorsitzende durch die Ausstellung. So soll der gesamte Erlös aus den Verkäufen der Bilder an eine Schule in Lugansk gehen, die vor etwa eineinhalb Jahren zerbombt wurde. „Für mich ist die Ausstellung ein Hilfeschrei von den Kindern“, betont der Ausstellungsorganisator. Nicht Cheprasova unterstütze die Ausstellung, sondern auch die ukraninischen Künstler Alexander Prodan und Schevcov Georgig, der für traditionelle urkrainische Malerei bekannt sei.

Die Ausstellung „Artbridge“ findet vom 26. März bis zum 8. April statt. Geöffnet ist sie täglich von 10 bis 16 Uhr. Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Verein erteilt Brehse unter Telefon 0157/58217086.


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