Wechsel aus Papenburg nach Rostock Manfred Ossevorth wird Chef der Neptun Werft

Von Christoph Assies und Reiner Frank

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cass/rfra Papenburg/ Rostock-Warnemünde. Manfred Ossevorth wird neuer Chef der Neptun Werft, dem Schwesterunternehmen der Papenburger Meyer Werft in Rostock-Warnemünde. Ossevorth war bislang Geschäftsführer der Papenburger ND Coatings GmbH, einem Schiffbauzulieferunternehmen aus dem Verbund der Meyer-Werften-Gruppe.

Ossevorth löst Raimon Strunck ab, der seit zwei Jahren das Unternehmen an der Warnow leitete und damals von Manfred Müller-Fahrenholz die Führung übernahm. Müller-Fahrenholz leitete die Neptun Werft mehr als 15 Jahre.

Wie die Norddeutschen Neuesten Nachrichten berichten, soll Ossevorth bei seiner künftigen Aufgabe vom früheren Rostocker Bauleiter Manfred Hartig unterstützt werden, der ohnehin für die Ausrüstung der Maschinenraummodule mit Flüssigerdgas-Tanks zwischen Rostock und Papenburg pendelt.

Einer Pressemitteilung der Neptun Werft zufolge soll sich Strunck aus der Geschäftsführung des Unternehmens zurückziehen und eine Aufgabe innerhalb der Meyer-Gruppe übernehmen.

Bei der Neptun Werft entstehen unter anderem voll ausgerüstete Maschinenraumsektionen für die Kreuzfahrtschiffe, die auf den Meyer Werften in Papenburg und im finnischen Turku entstehen. Die Elemente sind hochkomplexe Kraftwerke, die Energie für den Antrieb der Schiffe, aber auch für die komplette elektrische Versorgung des gesamten Hotelbereiches, der Küchen, der öffentlichen Räume und der Klimaanlage liefern. Für den Bau der Module errichtet die Neptun Werft eine neue Schiffbauhalle für rund 50 Millionen Euro errichtet.

Zuletzt wurden in das Maschinenraummodul der „Costa Smeralda“ die Flüssigerdgas-Tanks eingebaut. Das Schiff wird derzeit auf der Werft Meyer Turku gebaut und soll im kommenden Jahr für die italienische Reederei Costa Crociere in Fahrt gehen. Zuvor wurde auch ein Schiffssegmet der „AIDAnova“ ausgerüstet. Das neue Flaggschiff der Rostocker Reederei AIDA Cruises entsteht aktuell auf der Papenburger Meyer Werft.

Beide Kreuzfahrtschiffe sind Teil einer Serie von neun mit dem umweltfreundlicheren Flüssigerdgas betriebenen Schiffen, die der US-Kreuzfahrtkonzern Carnival Corporation für die Unternehmensmarken AIDA Cruises, Costa Crociere, P & O Cruises und Carnival Cruise Line bei der Meyer Werften Gruppe bestellt hat.


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