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22.03.2018, 17:58 Uhr „JUGEND FORSCHT“

Ein mutiges Projekt aus Papenburg

Von Katharina Preuth


Tim Depping und Lilian Rieke sind mit der App „MSHealth“ für den Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ qualifiziert. Foto: Jennifer KemkerTim Depping und Lilian Rieke sind mit der App „MSHealth“ für den Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ qualifiziert. Foto: Jennifer Kemker

Papenburg. Zwei Papenburger Schüler haben es mit einer App, die MS-Patienten helfen soll, den Alltag mit ihrer Krankheit zu erleichtern, in den Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ geschafft. Ein mutiges Projekt. Ein Kommentar.

Dass die beiden Papenburger Schüler es bei „Jugend forscht“ bis zum Bundeswettbewerb geschafft haben, ist aus doppelter Hinsicht etwas Besonderes.

Zum einen gab es in diesem Jahr rund 5.500 Anmeldungen zu „Jugend forscht“. Am Bundeswettbewerb nahmen 2017 nur 178 Jugendliche teil und nur zwölf von ihnen kamen aus Niedersachsen. Die Smartphone-App von Tim Depping und Lilian Rieke hat es trotz großer Konkurrenz bis zum Bundeswettbewerb geschafft.

Außerdem ist herausragend, dass sich zwei Schüler dem schwierigen Thema Multiple Sklerose (MS) annehmen. Im Fachbereich Technik gingen die forderen Plätze im vergangenen Jahr an ein motorisiertes Einrad oder beheizte Drohnen. Eine App, die Menschen mit MS hilft, mit ihrer Krankheit umzugehen, bildet zu den vorherigen Gewinnern einen starken Kontrast. Die Papenburger zeigen mit ihrem interdisziplinären Projekt, dass auch auf die Fachbereiche Informatik und Biologie zielt, großen Mut. Sie mussten nicht nur technisch in der Lage sein, die App umzusetzen, sondern fürs Gelingen bedurfte es auch einer intensiven Auseinandersetzung mit der Nervenkrankheit selbst.


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