Wiedereröffnung als „Miller&Monroe“ Charles-Vögele-Filiale im Papenburger Deverpark schließt

Von Daniel Gonzalez-Tepper


Papenburg. Im Sommer 2017 hieß es noch, die Filiale der Modekette Charles Vögele im Papenburger Deverpark bleibt erhalten. Nun schließt die Filiale doch zum Monatsende. Es wird allerdings keinen längeren Leerstand geben.

Die Marke „Charles Vögele“ wird mit Quartalsbeginn in ganz Deutschland vom Markt verschwinden. Weil sich die Investmentgruppe Sempione Fashion AG, zu der die Charles-Vögele-Gruppe seit Ende 2016 gehört, auf den Verkauf in der Schweiz, in Österreich und in Slowenien konzentrieren will, waren bereits Mitte 2017 46 Filialen an den Textildiscounter Kik und Tedi verkauft worden. Jetzt wurden die 200 verbliebenen Vögele-Filialen in Deutschland verkauft. Und zwar zum 1. April an die niederländische Einzelhandelskette Miller & Monroe.

Alle Mitarbeiter werden übernommen, durchschnittlich sind es nach Angaben einer Vögele-Sprecherin etwa acht in einer Filiale.

Ausverkauf läuft bereits

In der Vögele-Filiale im Deverpark hat bereits vor einigen Tagen ein Ausverkauf der Ware begonnen, der bis Ende nächster Woche andauert. Ab Mitte April beginnt nach Angaben einer Vögele-Sprecherin der Umbau der ersten 44 deutschen Filialen nach dem Einrichtungskonzept von Miller & Monroe. „Die Filiale Papenburg ist in der ersten Welle dabei und wird bis spätestens Mitte Mai umgestellt“, heißt es von ihr. Weitere Filialen im Emsland gibt es nicht.

Zielgruppe Männer und Frauen ab 40 Jahre

Ähnlich wie Charles Vögele hat Miller & Monroe seine Mode auf die Zielgruppe Männer und Frauen ab 40 Jahren ausgerichtet, und zwar als „Multilabel-Konzept“. Verkauft wird also eigene Mode, aber auch diverser anderer Hersteller. Hinter der Marke steht das Unternehmen Vidrea Retail BV. Filialen gibt es eigenen Angaben zufolge derzeit an 80 Orten in den Niederlanden, in der Grenzregion ist Miller & Monroe beispielsweise in Stadskanaal und Emmen vertreten. Ein Großteil sind frühere Charles-Vögele-Filialen.