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19.03.2018, 17:22 Uhr zuletzt aktualisiert vor KOMMENTAR

Debatte in Papenburg um Hermelin-Studie: Ohrfeige für Wenzel

Kommentar von Daniel Gonzalez-Tepper

Die Modellrechnungen im Rahmen der Hermelin-Studie ergaben für die Stadt Papenburg Stickstoffdioxidwerte um die 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m³). Der Grenzwert liegt bei 40 µg/m³. Das Gas entsteht bei der Verbrennung fossiler Energie wie Kohle oder Öl. Symbolfoto: Marcus Führer/dpaDie Modellrechnungen im Rahmen der Hermelin-Studie ergaben für die Stadt Papenburg Stickstoffdioxidwerte um die 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m³). Der Grenzwert liegt bei 40 µg/m³. Das Gas entsteht bei der Verbrennung fossiler Energie wie Kohle oder Öl. Symbolfoto: Marcus Führer/dpa

Papenburg. Die sogenannte Hermelin-Studie hat in den vergangenen Wochen für einige Unruhe gesorgt, auch Papenburg soll einen Grenzwert bei der Luftsauberkeit überschreiten. Schuld an der größtenteils unnötigen Diskussion hat der alte Landesumweltminister Stefan Wenzel. Ein Kommentar.

Das gesamte Emsland stand beispielsweise bisher nicht in Verdacht, in die Diskussion um Fahrverbote einbezogen zu werden. Weil schlichtweg die Verkehrsbelastung eine andere ist, wie in größeren Städten. Und auch im Papenburger Rathaus, so ist zu hören, ist bisher niemand auf die Idee gekommen, sich näher mit der Belastung der Luft durch Stickstoffdioxide oder anderer giftiger Gase zu befassen.

Angezettelt hat die letztlich unnötige breite Diskussion um die Studie der im Dezember 2017 abgelöste Grünen-Umweltminister Stefan Wenzel. Er ließ Teilergebnisse veröffentlichen, die auf Modellberechnungen beruhten. Sie sind also durch das Hochrechnen teils veralteter Daten entstanden. Erst im zweiten Schritt waren die Zählung aktueller Verkehrsdaten und Luftmessungen vorgesehen.

Zu recht sagt daher die Sprecherin des neuen Umweltministers Olaf Lies: Seriöserweise hätten die Daten im November 2017 nicht veröffentlicht werden dürfen. Das ist nichts anderes wie eine Ohrfeige für Wenzel.


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