Norbert Schmidt geht von Bord Papenburger SKFM-Geschäftsführer feierlich verabschiedet

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Dankesworte gingen an Norbert Schmidt (links), Blumen an seine Ehefrau Hildegard und ein Gutschein über einen Wochenendausflug zu einer Nordseeinsel überreichten Ulrich Nehe und Holger Gerdes(rechts) an beide. Foto: S. Risius-HartwigDankesworte gingen an Norbert Schmidt (links), Blumen an seine Ehefrau Hildegard und ein Gutschein über einen Wochenendausflug zu einer Nordseeinsel überreichten Ulrich Nehe und Holger Gerdes(rechts) an beide. Foto: S. Risius-Hartwig

Papenburg. Nach 30-jähriger Tätigkeit beim Sozialdienst katholischer Frauen und Männer Papenburg, davon 15 Jahre als Geschäftsführer, wird Norbert Schmidt Ende dieses Monats in den Ruhestand gehen. Mit einer Messe und anschließender Feierstunde wurde er bereits jetzt von seinen Weggefährten offiziell verabschiedet.

Persönliche Worte fand Pastor Gerrit Weusthof zur Verabschiedung von Norbert Schmidt in der Kirche St. Josef im Vosseberg. „Du hättest mir keine größere Freude machen können, als mit Dir heute eine heilige Messe zu feiern“.

Als Bibeltext für den Gottesdienst hatte der Geistliche das Gleichnis von der Speisung der 5000 und vom Wunder der Brotvermehrung gewählt. Nachdem Gemeindereferent Heino Böning die Bibelstelle aus dem Markus-Evangelium vorgelesen hatte, mahnte Weusthof: „Jesus sagt, nun teilt doch! Das Ergebnis ist, es ist noch satt übrig.“ Es sei eigentlich nicht schwierig, zu teilen, man müsse es nur tun. „Unter Deiner Anleitung, Norbert, haben wir es gelernt.“

Teilen macht glücklich

Im Alltag zu teilen lasse die Menschen spüren, dass Gott lebendig ist. „Ob bei der Tafel oder der Wohnungslosenhilfe macht uns das Teilen glücklich,“ so Weusthof.

In der anschließenden Fürbitte legten haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des SKFM Symbole am Altar nieder: Marianne Abeln brachte für das Soziale Kaufhaus einen Mantel, Sabrina Leffers-Alvares für das Arbeitsprojekt eine Kabelrolle, Gisela Meyer für die Tafeln ein Brot, Karin Müller für die Wohnungslosenhilfe eine Decke, Maria Aalderus einen Aktenordner als Symbol für die rechtliche Betreuung, Agnes Kuiper ein Vogelfutter-Häuschen als Symbol für den Tagsaufenthalt in Haus Arche und die Verwaltungsmitarbeiterin Jana Sebers einen Telefonhörer. „Segne uns und die Menschen, für die wir arbeiten“, bat sie.

„SKFM kaum wegzudenken“

Als Vorsitzender des SKFM Papenburg begrüßte Ulrich Nehe im Anschluss an die Messe alle offiziellen Gäste, alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie Familie und Freunde von Norbert Schmidt. Er freute sich, auch betroffene Wohnungslose und Teilnehmer am Arbeitsprojekt unter den Gästen zu sehen. Allerdings fragte er sich, ob dies nun ein freudiger oder bedauernswerter Anlass sei. An Schmidt direkt richtete er herzliche Worte des Dankes und der Wertschätzung und betonte: „So sehr wir Deinen Weggang auch betrauern, wollen wir uns für Dich freuen, dass die Pflichten, Termine und Sorgen nun der Vergangenheit angehören.“ In seinen 30 Jahren beim SKFM seien die Aufgaben Norbert Schmidts wesentlich gewachsen. „Und bei aller Teamarbeit tragen sie zu einem guten Stück Norberts Handschrift.“ Mit einem Jahresetat von fast zwei Millionen Euro, 29 hauptamtlichen und 450 ehrenamtlichen Mitarbeitern habe sich der SKFM zu einer kaum wegzudenkenden sozialen Einrichtung in Papenburg entwickelt.

„Barmherzigkeit ist politisch“

Ausgehend von einem Artikel in der Ems-Zeitung über Norbert Schmidt und seinen Nachfolger Holger Gerdes unter der Überschrift „Zwei Männer mit großem Herzen“ appellierte Diözesan-Caritasdirektor Franz Loth, die Herzenswärme bewusst einzusetzen. „Gegen alle, die leichthin sagen, Hartz IV reicht aus oder mit der Bergpredigt kann man keine Politik machen.“ Nächstenliebe dürfe keine Grenzen kennen. Barmherzigkeit sei zutiefst politisch, denn sie treibe zu Veränderung. „Lassen sie uns für die weiche Stärke der Barmherzigkeit eintreten,“ forderte Loth, „es laufen weltweit genügend „harte Jungs“ herum.“


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