Konzert zum neuen Album „Memories“ Dry Dudes feiern gelungenen Tourneeauftakt in Papenburg

Von Annika Keilen

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anke Papenburg. Mal ruhiger, mal lauter und von poppig bis rockig. In der Papenburger Stadthalle hat das Nordhümmlinger Akustik-Pop-Duo Dry Dudes seinen Tournee-Auftakt gefeiert. Gespielt wurden unter anderem Songs des neuen Albums „Memories“.

Bunte Lichter durchdringen den Dampf der Nebelmaschine, glitzerndes Konfetti spiegelt sich in grellem Licht und fällt auf die Besucher des Release-Konzertes herab. Inmitten der Farben kristallisieren sich die „Dry Dudes“ auf der Bühne heraus. Bestehend aus dem Sänger Erwin Holm aus Esterwegen und Patrick Schütte (Surwold) an der Gitarre zeigen die Musiker einen eindrucksvollen Tour- Auftakt. Allerdings nicht alleine, denn das Duo tourt mit seiner Band quer durch Deutschland. Auch in Papenburg spielt daher David Lakeberg am Schlagzeug, Simon Gautier am Bass und Roland Averdung am Klavier. Doch damit nicht genug: Viele Songs werden von Streichern untermalt. Das normalerweise klassische Caprivi-Quartett begleitet an einigen Stellen ebenso wie Michael Bohn am Kontrabass und Antje Köss am Cello. Für ein weiteres Highlight sorgte die Sängerin Marie Katzer, die in einem Duett mit Erwin Holm den Song „Stand by me“ von Ben. E. King covert.

Gefühlvolle Balladen trafen in der Stadthalle auf rockig-poppige Stimmungsmacher, mit einigen R&B-Elementen. Diese Mischung spiegelt sich nicht nur auf dem Konzert, sondern auch im neuen Album „Memories“.

Mal melancholisch, mal gut gelaunt

Während der Song „Marry me“ melancholisch klingt, verbreitet der Aufmacher des Albums durch einen schnellen, eingängigen Rhythmus, gute Laune. In dem Song Cupid’s Arrow sind beide Gegenpole harmonisch aufgebaut. Sanft wird der Zuhörer durch milde Gitarrenklänge eingeführt und erlebt den Refrain poppig-spritzig. „Ich habe mich erst gefragt, ob mir das neue Album gefällt, aber die Lieder sind super“, urteilt Leonie Myrrhe, die nach eigenem Bekunden seit Längerem Fan der Dry Dudes ist. Nach dem Debütalbum Fairytale erzählt das Pop-Duo in seinem zweiten Album Geschichten von Liebe und Träumereien der Zukunft, aber auch vom Weg der Band.

Vorband Mele „ganz anders“

Eingeleitet wird das Konzert von der Osnabrücker Vorband Mele. „Irgendwie überraschend, dass die ganz anders sind als die Dry Dudes“ kommentiert Kevin Schaub die Band. Mele überzeugt mit deutschem Hip- Hop und sorgt durch die eigenen Texte für manches Schmunzeln. „Die machen sehr gute Laune, ich finde die richtig gut“, lobt Laura Otte.

Als die Dry Dudes anschließend auf die Bühne kamen, wird der Jubel der Fans lauter. „Die Band ist einfach ansprechend für jede Generation und das sieht man ja auch im gemischten Publikum“, äußert sich Friedhelm Terhalle begeistert. „Ich find’s cool, dass die so wandelbar sind, gerade war ein Cello auf der Bühne und jetzt spielen die den Song Creep“ (ursprünglich von Radiohead), so Alex Dickmann.

Schlagzeuger erkennt Potenzial

Heute sei die Band so weit, dass ihr neues Album Potenzial hätte in die Charts zu kommen, schätzt Schlagzeuger David Lakeberg den Erfolg ein. Angefangen sind die Künstler Erwin Holm und Patrick Schütte jedoch ganz klein. Kennengelernt hätten sich die Sänger bei einem Gesangswettbewerb in der Dorfdisko „Steffens“ in Neulehe. Freunde hätten ihn unwissentlich zum Contest angemeldet, blickt Erwin Holm auf seinen ersten Auftritt in seinem Leben zurück. Danach sei Patrick Schütte auf ihn zugekommen, um zu fragen, ob sie nicht mal zusammen Musik machen könnten. Angefangen mit Coversongs folgte im Mai 2016 die erste eigne Single. „Ich lebe meinen Traum“, gibt der Vollzeitmusiker Holm bekannt, der einst eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker absolvierte. Doch das Künstlerleben sei gerade zu Tourneezeiten mit viel Anstrengungen verbunden, so zehre auch die anfängliche Aufregung eines jeden Konzertes an Kraft und Energie. Trotzdem möchte Holm von seiner Musik leben. Das Gefühl, auf der Bühne zu stehen, sei einfach unbeschreiblich, sagt er.


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