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Finanzielles Defizit nicht mehr tragbar Aschendorfer Reitverein stellt den Schulbetrieb ein

Von Anna Kröger

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Die Führungsriege des RuF Aschendorf in der neuen Besetzung: die zweite Schriftführerin Sabine Witolla, Jugendwartin Sandra Hörholdt, Kassenwartin Tomke Hunfeld, Vorsitzender André Hamers, zweiter Vorsitzender Kai Berenzen sowie Reitwartin Kerstin Seeger. Foto: Anna KrögerDie Führungsriege des RuF Aschendorf in der neuen Besetzung: die zweite Schriftführerin Sabine Witolla, Jugendwartin Sandra Hörholdt, Kassenwartin Tomke Hunfeld, Vorsitzender André Hamers, zweiter Vorsitzender Kai Berenzen sowie Reitwartin Kerstin Seeger. Foto: Anna Kröger

anna Aschendorf. Zukünftig wird der Reit- und Fahrverein (RuF) Aschendorf keinen Schulbetrieb mehr anbieten. Dem Antrag zur Einstellung des Reitunterrichts, den der Vorstand des RuF gestellt hatte, wurde jetzt auf der Jahreshauptversammlung stattgegeben.

Geplant war die Durchführung der Generalversammlung eigentlich am 15. März. Diese musste jedoch während des Verlaufes abgebrochen werden, da aufgrund eines „Kommunikationsfehlers“ der Bericht der Kassenprüfer nicht vorlag, erklärte Vorsitzender André Hamers. Jetzt wurde die Versammlung wiederholt. Der wohl strittigste Punkt auf der Tagesordnung war der Antrag des Vorstandes auf Einstellung des Schulbetriebes.

„Um es klar und deutlich zu sagen, wenn wir den Betrieb aufrechterhalten, droht uns die Insolvenz“, begründete Hamers den Antrag des Führungsgremiums. Der Betrieb mache ein derart großes Minus, dass eine Weiterführung für den Verein nicht tragbar sei, so Hamers. Auch Rettungsmaßnahmen, wie beispielsweise das Angebot einer Pferdepatenschaft, hätten nicht den erhofften Erfolg gebracht. „Wir sind weder in der Lage, Rücklagen zu bilden noch notwendige Investitionen zu tätigen.“

Aus den Reihen der Versammlung versuchten vor allem die anwesenden Reitlehrer und Eltern, deren Kinder am Reitunterricht teilnehmen, die endgültige Einstellung abzuwenden. Sie bekundeten zwar ihr Verständnis dafür, dass der Unterricht auch finanziell tragbar sein müsse, hinterfragten die Entscheidung aber auch. „Sind denn wirklich alle Möglichkeiten zur Rettung des Betriebes ausgeschöpft? Ich hätte nämlich noch einige Ideen“, hieß es von einem Reitlehrer. „Uns ist die Entscheidung wirklich nicht leichtgefallen. Wir bedauern das sehr, aber das Defizit, dass der Schulbetrieb verursacht, kann der Verein nicht mehr tragen“, antwortete Hamers. Mit 19 Ja-Stimmen, elf Gegenstimmen und acht Enthaltungen wurde der Antrag schließlich angenommen.

Im Zuge der Vorstandswahlen wählten die Reiter Frank Berenzen zum neuen zweiten Vorsitzenden. Er setzte sich gegen die bisherige Amtsinhaberin Insa Goldsweer durch. Die neue Kassenwartin heißt Tomke Hunfeld. Sie war gegen die bisherige Schatzmeisterin Sandra Hörholdt angetreten und konnte die Wahl für sich entscheiden. Hörholdt wird dafür zukünftig das Amt der Jugendwartin übernehmen. Darüber hinaus wird Frank Seeger den Posten des Hallenwartes besetzen, der zuvor drei Jahre vakant war.

Auch die sportlichen Erfolge des vergangenen Jahres wurden gewürdigt. Über einen Pokal freuten sich Paul Hackling (Kategorie C Springen), Tomke Hunfeld (Kategorie B Dressur) und Frank Berenzen als bester Reiter (Kategorie B Springen).


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