Zu wenig bezahlbarer Wohnraum SPD-AG60 plus besucht Papenburger Bauverein

Meine Nachrichten

Um das Thema Papenburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Zu Besuch beim Bauverein war die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus. Foto: SPD AG 60plusZu Besuch beim Bauverein war die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus. Foto: SPD AG 60plus

Papenburg. Die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus Papenburg (SPD-AG60+) besuchte den Bauverein in Papenburg, um sich über seine Mietwohnungen zu informieren.

Marita Siebrand, hauptamtliche Vorsitzende, und Theo Leffers, nebenamtliches Vorstandsmitglied, stellten den Bauverein, eine Vermietungsgenossenschaft mit einem eigenen Wohnungsbestand von etwa 600 Wohnungen in den Papenburger Stadtteilen Untenende und Obenende vor.

Der Bauverein ist als Genossenschaft seinen Mitgliedern verpflichtet, nicht dem Gewinn. Er hat 972 Mitglieder und bewirtschaftet 615 Wohnungen: 494 befinden sich am Untenende und 121 am Obenende. Davon sind 85 Seniorenwohnungen. Zur Zeit werden an der Langeooger Straße 17 barrierefreie Mietwohnungen mit einem Gemeinschaftsbereich für die Mieter und neue Verwaltungsräume für den Bauverein mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 3,7 Millionen Euro errichtet.

Kostensteigerungen im Wohnungsbau

Sorgen bereiten dem Bauverein Kostensteigerungen im Wohnungsbau. Strenge Anforderungen des Gesetzgebers für Neubauten und energetische Sanierungen und die gute Auftragslage der Bauwirtschaft sorgen für eine stetige Kostensteigerung. Da ist es eine Herausforderung den Spagat zwischen hohen Baukosten auf der einen Seite und bezahlbaren Mieten auf der anderen Seite hinzubekommen. Außerdem hat der Landkreis für Papenburg die Wohngeldobergrenze für anzuerkennende angemessene Unterkunftskosten so niedrig angesetzt, dass Wohngeldempfänger kaum noch Mietwohnungen zu diesen Bedingungen finden, so der Bauverein.

Bei der anschließenden Diskussion stellte man gemeinsam fest, dass die Situation des Wohnungsmarktes im preisgünstigen Segment in Papenburg äußerst angespannt sei.

Ohne günstige Baugrundstücke würden sich kaum noch Sozialwohnungen für Mieter mit Wohnberechtigungsschein herstellen lassen. Aus diesem Grund plädiert die AG60+ dafür, dass die Stadt zusammen mit dem Bauverein in die Förderung des sozialen Wohnungsbaus einsteigt, in dem sie bei Ausweisung von Neubaugebieten dem Bauverein einen festen Anteil von Baugrundstücken zur freien Verfügung stellt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN