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Kreuzfahrtschiff verlässt Papenburger Meyer Werft Das ist der Zeitplan für die Überführung der „Norwegian Bliss“

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Papenburg. Das Warten ist vorbei. Die Papenburger Meyer Werft hat den Termin für die Emsüberführung des Kreuzfahrtschiffes „Norwegian Bliss“ bekannt gegeben. Hier gibt es den Zeitplan.

Demnach soll der neue Ozeanriese die Flusspassage in Richtung Nordsee am Dienstagabend, 13. März 2018, antreten. Eine witterungsbedingte Änderung des Termins ist möglich.

Wie die Werft am frühen Nachmittag weiter mitteilte, wird der Luxusliner, den die Papenburger für die US-amerikanische Reederei Norwegian Cruise Line gebaut haben, den Werfthafen voraussichtlich am Dienstagabend verlassen und über die Ems in Richtung Eemshaven (Niederlande) überführt. Die Ankunft dort ist für Donnerstagmorgen, 15. März 2018, geplant.

Manöver auf der Papenburger Meyer Werft ab 20 Uhr

Der Zeitplan für die Überführung der „Norwegian Bliss:

  • Dem Zeitplan zufolge wird die 333 Meter lange „Norwegian Bliss“ am Dienstag um 19.30 Uhr in Warteposition gebracht.
  • Das Passieren der Dockschleuse ist für 20 Uhr vorgesehen.
  • Weitere Etappenziele sind das Passieren der zerstörten Friesenbrücke bei Weener (ca. 2 Uhr) und der Jann-Berghaus-Brücke in Leer (4.15 Uhr).
  • Die Ankunft beim Emssperrwerk in Gandersum, mit dessen Hilfe die Ems für die Schiffsüberführung aufgestaut wird, ist am Mittwoch, 14. März 2018, gegen 8 Uhr geplant.

Für die Überführung wird die Ems zwischen dem Sperrwerk und Herbrum für bis zu 52 Stunden um bis zu 2,70 Meter über dem normalen Pegel (Normalnullhöhe/NHN) aufgestaut. Passieren soll die „Norwegian Bliss“ das Sperrwerk dem Zeitplan zufolge gegen 10.15 Uhr. In Emden wird der Luxusliner gegen 11.45 Uhr erwartet.

Quelle: Meyer Werft • Foto: Christoph Assies • Grafik: NOZ/Heiner Wittwer

Überführung der „Norwegian Bliss“: Alle Angaben ohne Gewähr

Die Werft weist darauf hin, dass alle Angaben vorbehaltlich der Wind- und Wetterlage sowie der Wasserstände sind. „Zeitverschiebungen sind kurzfristig möglich“, erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Wie es darin weiter heißt, wird das Schiff von Eemshaven aus für mehrere Tage Fahrten zur technischen und nautischen Erprobung absolvieren. (Weiterlesen: Blick hinter die Kulissen: Hotelmanager führt durch „Norwegian Bliss“)

Die Emspassage wird die „Norwegian Bliss“ wie ihre Vorgänger aus Papenburg rückwärts zurücklegen. Diese Art der Überführung habe sich aufgrund der besseren Manövrierfähigkeit bewährt, so das Unternehmen. Die Überführung bewältige das Schiff mit Unterstützung zweier Schlepper. Erst vor Emden wird der Luxusliner gedreht.

Überführung im Simulator geprobt

Durchgeführt wird die Passage erneut von einer Mannschaft der Lotsenbrüderschaft Emden. Die Emslotsen haben nach Angaben der Werft auch in den Vorjahren die von Meyer gebauten Ozeanriesen überführt. Das Überführungsteam habe das Manöver am computergesteuerten Simulator im niederländischen Wageningen (Niederlande) trainiert, „um so noch besser vorbereitet zu sein“, wie es in der Mitteilung heißt.

Viele Schiffsfans hatten auf eine Emspassage am bevorstehenden Wochenende gehofft. Nach Angaben der Werft waren dafür jedoch die Tidevorhersagen zu schlecht gewesen.

Wie vor einem Jahr

Auch das Schwesterschiff der „Norwegian Bliss“, die „Norwegian Joy“, hatte vor knapp einem Jahr bei Nacht überführt werden müssen, weil das Wetter es nicht anders zuließ.

„Norwegian Bliss“: Kreuzfahrten vor Alaska

Die „Norwegian Bliss“ ist bei ihrer Indienststellung das zwölfte von insgesamt 16 Schiffen in der Flotte der Norwegian Cruise Line, das in Papenburg gebaut wurde. Auffällig ist, wie schon bei den Schwesterschiffen, die Rumpfbemalung, die den Titel „Cruising with the whales“ trägt und vom US-Marinekünstler Robert Wyland entworfen wurde. Im Mittelpunkt der Bemalung stehen eine Buckelwalkuh und ihr Kalb, als Symbol für die Schönheit Alaskas. Hintergrund ist, dass das neue Schiff für Kreuzfahrten in Alaska ab Seattle konzipiert wurde. Maximal haben an Bord rund 4000 Passagiere Platz.


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