Im Auftrag von Amprion Hubschrauber fliegt Erdkabeltrasse A-Nord im Emsland ab

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Der Hubschrauber überfliegt die in Frage kommenden Bereiche insgesamt vier Mal. Foto: AmprionDer Hubschrauber überfliegt die in Frage kommenden Bereiche insgesamt vier Mal. Foto: Amprion

Papenburg/Meppen. Im Auftrag des Stromnetzbetreibers Amprion wird ab Samstag, 10. März 2018, ein Hubschrauber über das Emsland fliegen, um Bilder von der geplanten Erdkabeltrasse A-Nord zu machen.

Mit den Bildern des Hubschraubers, der der Hansa Luftbild AG aus Münster gehört, soll ein 3D-Höhenmodell von den in Frage kommenden Korridoren erstellt werden, heißt es. Der Vorzugskorridor verläuft wie mehrfach berichtet von Emden bis Sustrum (Samtgemeinde Lathen) weitgehend entlang der niederländischen Grenze, verschwenkt dann in Richtung Ober- und Niederlangen, kreuzt bei Haren die A31 und führt dann bis etwa Dalum mit einigen Kilometern Abstand parallel zur A31 auf östlicher Seite. Danach kreuzt sie die Autobahn erneut und führt durch die Grafschaft Bentheim.

Überflogen werden nach Angaben von Amprion-Sprecher Jonas Knoop auch bevorzugte Alternativtrassen. Sie sind auf der von Amprion auf der Internetseite a-nord.net (unter dem Punkt Bibliothek) veröffentlichten Karte in violett-schraffiert gekennzeichnet. Der Vorzugskorridor wird auf dieser Karte in Violett gekennzeichnet. Der Hümmling, Haselünne oder auch der Bereich östlich von Meppen und Lingen bleiben demnach von dem Überflug ausgenommen. „Die Maßnahme ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der Suche nach der bestmöglichen Trasse“, sagte Knoop.

Nur bei gutem Wetter

Der Hubschrauber wird an mindestens 24 Flugtagen im gesamten Projektgebiet in der Luft sein, das bis Osterath bei Düsseldorf reicht, kündigte Amprion am Freitag an. Los geht es im niedersächsischen Teil des Untersuchungsraums, also in Ostfriesland und dem nördlichen Emsland. Allerdings nur, wenn es das Wetter zulässt. Bei Regen, Nebel, Schnee oder tief hängenden Wolken bleibt der Hubschrauber am Boden. Eine Flughöhe von 350 Metern ist erforderlich, um aussagekräftige Bilder und Daten zu erstellen, heißt es von dem Dortmunder Unternehmen.

(Weiterlesen: Trasse für Stromautobahn durchs Emsland vorgestellt)

Überflug wird viermal wiederholt

Für die Korridorvarianten in Niedersachsen hat die Hansa Luftbild mindestens zehn Flugtage vorgesehen. Nach und nach werden bis zu 50 Kilometer lange Abschnitte viermal abgeflogen, damit die Bilder auf 1000 Meter Breite entstehen. Dieses Breitenmaß entspricht dem der Trassenkorridore, die Amprion in dem ersten Schritt des Genehmigungsverfahrens untersuchen muss. Drei Stunden, jeweils am Vormittag und am Nachmittag, wird der Hubschrauber bei geeignetem Wetter pro Flugtag in der Luft sein. Amprion schätzt, dass die Arbeiten nach vier bis sechs Wochen abgeschlossen sind.

Die Gleichstromverbindung A-Nord soll, wie berichtet, ab dem Jahr 2025 die größtenteils auf See erzeugte Windenergie in den Westen und Süden Deutschlands transportieren. Über die Leitung können zwei Gigawatt Leistung übertragen werden – das entspricht dem doppelten Bedarf einer Großstadt wie Köln.

(Weiterlesen: Debatte um Stromtrasse durchs Emsland geht weiter)


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