Teilnahme an Wettbewerb Schüler aus Papenburg bauen Formel-1-Boliden in Kleinformat

Von Katja Daron


kda Papenburg. Oberschüler von der Michaelschule am Obenende und vom Gymnasium Papenburg nehmen mit selbst gebauten Miniaturautos am Wettbewerb „Nordmetall Cup – Formel 1 in der Schule“ teil. Dabei messen sich die beiden Schulen gegen 24 weitere Teams aus Niedersachsen.

Etwa ein halbes Jahr hatten die Schüler der achten Klassen Zeit, ihre Modellautos fertigzustellen. Beide Schulen werden heute mit jeweils zwei Teams beim Wettbewerb in Wolfsburg an den Start gehen. Die Gruppen bestehen aus fünf oder sechs Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren. Für die Oberschule treten die „SpeedRacer“ und die „Speedhunters“ an. Für das Gymnasium schicken die „Ökopflaumen“ und das Team „Regning“ ihre Fahrzeuge ins Rennen. Gruppenmitglied Arwid Fusa zufolge stammt das Wort „Regning“ aus dem Norwegischen und steht für Schnabel und damit in Verbindung zu dem Adler als Team-Logo.

Aufgaben werden aufgeteilt

Nach der Klärung des Teamnamens wird jedem Gruppenmitglied eine Aufgabe zugeteilt. Dazu zählen das Team- und Ressourcenmanagement, die Produktion und Konstruktion sowie das Grafikdesign. Trotz Aufteilung würden den Schülern zufolge trotzdem alle an einem Strang ziehen und sich gegenseitig unterstützen.

Autos selber zeichnen

Nach einer Einführung in das Computerprogramm „Solid Edge“ mussten die Achtklässler selbstständig ihre Autos zeichnen. Das gesamte Projekt soll in Eigenverantwortung der Schüler umgesetzt werden. Nach Angaben von Thomas Claußen vom Gymnasium sollen die Lehrer lediglich betreuenden Aufgaben übernehmen. In die Praxis umgesetzt wurden die Konstruktionen an der Michaelschule mit der hauseigenen CNC-Fräse. Die Gymnasiasten haben hierfür Unterstützung von den Veranstaltern bekommen.

Spoiler aus dem 3-D-Drucker

Der Wagen besteht wie im Regelwerk vorgeschrieben aus einem einzigen Block aus Hartschaum. Die Auswahl für das Material von Rädern, Spoilern und Achsen liegt bei dem jeweiligen Team. Während sich die beiden Gruppen des Gymnasiums dafür entschieden haben, lediglich Räder und Heckspoiler als aufsteckbare Einzelteile zu gestalten, haben sich die Oberschüler vom Obenende dazu entschieden, den Frontspoiler und das Auto an sich ebenfalls zu separieren. Die Spoiler haben beide Schulen mit 3-D-Druckern angefertigt.

Mit 56 Gramm knapp über dem Minimalgewicht

Steffen Cornelius von den „Speedhunters“ der Michaelschule berichtet, dass sie den Fokus auf das Gewicht gesetzt hätten. Mit nur 56 Gramm liegt das Auto nach seinen Worten nur einen Gramm über dem Minimalgewicht. „Dreiviertel der Strecke wird das Auto fliegen“, teilt Cornelius mit, während er an den letzten Achsen feilt. Besonders stolz sind die Realschüler allerdings auf ihre Hochgeschwindigkeits-Kugellager, die eine Spezialanfertigung sind, so Denise Robben von den „SpeedRacern“.

Eigenen Boxenstand gestalten

Rund 20 Meter der Rennstrecke legen die Rennautos auf ihren Reifen zurück. Für diese haben alle vier Teams auf unterschiedliches Material gesetzt. Außer dem Bau eines möglichst schnellen Miniatur-Boliden müssen sich die Schüler auch auf Sponsorensuche begeben, einen Boxenstand gestalten sowie eine achtminütige Präsentation vorbereiten. Das Rennen machen am Ende diejenigen, die mit der Gesamtteamleistung die meisten Punkte erzielen. Die Landessieger dürfen zu den deutschen Meisterschaften und kämpfen dort um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft.


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