Teilneubau, -Abriss und Sanierung „Endlich“ Baustart an Papenburger Mittelkanalschule

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Papenburg. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben am Mittwoch offiziell der Teilneubau, Sanierung und Erweiterung der Papenburger Mittelkanalschule begonnen. Das mit Gesamtkosten in Höhe von 3,45 Millionen Euro veranschlagte Großbauprojekt soll bei laufendem Betrieb bis zum Frühjahr 2020 abgeschlossen sein.

„Wer will fleißige Handwerker sehn“ – mit diesem Lied stimmte der Miks-Chor (Miks ist die Abkürzung für Mittelkanalschule) am Mittag auf dem Schulhof bei strahlendem Frühlingswetter auf den Beginn der Bauarbeiten ein. Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) räumte ein, dass es bis zur Baureife lange gedauert habe. „Aber was lange währt, wird heute endlich gut“, sagte Bechtluft.

Die Arbeiten hatten nach jahrelanger Planung eigentlich während der Sommerferien 2017 beginnen sollen. Wegen drastischer Kostensteigerung hatte der Ausschuss für Finanzen und Controlling im vergangenen Juni die Reißleine gezogen. Zu diesem Zeitpunkt war das veranschlagte Gesamtfinanzierungsvolumen auf rund 3,8 Millionen hochgeschnellt.

Abgespeckte Variante

Die daraufhin politisch beschlossene abgespeckte Variante fällt mit gut 400.000 Euro aber noch immer höher aus als die etwa drei Millionen Euro, die das Vorhaben ursprünglich kosten sollte. „Hoffentlich bleibt es dabei“, sagte Bechtluft nun zu dem fixierten Kostenrahmen.

Für das Geld werden nach den Worten des Bürgermeisters eine Mensa gebaut, die Toiletten saniert und behindertengerecht gestaltet, zwei Betreuungs- und zwei Kleingruppenräume sowie eine Küche, ein Computerraum und ein Besprechungszimmer geschaffen.

Halber Neubau

„Im Prinzip reißen wir eure Schule zur Hälfte ab, bauen sie neu und sanieren das, was stehenbleibt“, erklärte Bechtluft den Kindern. Der Neubautrakt entstehe als „komplette halbe Schule“ in L-Form auf einem Teil des jetzigen Schulhofes. Die Bauzeit dafür ist mit rund einem Jahr veranschlagt. Im zweiten Schritt sollen dann die Turnhalle und der Klassentrakt saniert werden. Erst dann erfolge der Teilabriss des Altbaus.

Anlass für das Großprojekt, das vom Loruper Bauunternehmen Kreutzjans nach Plänen des Architekturbüros BBO (Bielefeld) umgesetzt wird, ist Bechtluft zufolge eine Anpassung der zweizügigen Grundschule an den Ganztagsbetrieb. Außerdem solle dem Inklusionsgedanken in Form von Barrierefreiheit Rechnung getragen werden. Deshalb werde beispielsweise auch ein Fahrstuhl eingebaut.

Dank an Vertreter der Schule

Ausdrücklich lobte Bechtluft die beteiligten Vertreter der Schule, die sich intensiv in die Diskussion eingebracht hätten. Diesen Punkt griff der neue Schulleiter Jens Walker auf. Er betonte, dass seine Amtsvorgängerinnen Christa Reiners und Karin Schmidt (kommissarisch) viel Vorarbeit geleistet hätten.

Die Vorsitzende des Kita- und Schulausschusses, Annette Pöttker (CDU) appellierte an alle Beteiligten, zum Wohl der Schulgemeinschaft, die lange habe warten müssen, so zügig wie möglich zu arbeiten. „Ich habe die Mittelkanalschule mal als unser Sorgenkind bezeichnet. Ich hoffe nicht, dass das so bleibt.“


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