Ein Bild von Gerd Schade
06.03.2018, 18:00 Uhr KOMMENTAR

Zum Neubauplan für den Sprachheilkindergarten: Alarmierend

Kommentar von Gerd Schade

Bunte Spundwände zieren das Umfeld des Sprachheilkindergartens in Papenburg. Das St.-Lukas-Heim plant einen Neubau. Foto: Gerd SchadeBunte Spundwände zieren das Umfeld des Sprachheilkindergartens in Papenburg. Das St.-Lukas-Heim plant einen Neubau. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Die Neubaupläne des Papenburger St.-Lukas-Heimes für den Sprachheilkindergarten sind angesichts des steigenden Bedarfs an Sprachförderung folgerichtig. Die Entwicklung ist aber auch ein alarmierendes Zeichen. Ein Kommentar.

Der Sprachheilkindergarten des St.-Lukas-Heimes in Papenburg platzt sprichwörtlich aus allen Nähten. Wie notwendig ein Neubau ist, zeigt allein schon der Umstand, dass Kinder aus Platzmangel in einem Container sprachlich gefördert werden müssen. Das darf kein Dauerzustand sein.

Insofern sind die Neubaupläne des St.-Lukas-Heimes nur konsequent. Schließlich ist auch das jetzige Hauptdomizil, eine ehemalige Gaststätte, in die Jahre gekommen und genügt räumlich nicht mehr den Anforderungen einer modernen Sprachförderung.

Sprachstörungen können sowohl körperliche als auch seelische Ursachen haben. Dass der Förderbedarf in diesem Bereich in den vergangenen Jahren quantitativ gestiegen ist, ist allerdings ein alarmierendes Zeichen. Diese Entwicklung wirft kein gutes Licht auf gesellschaftliche Veränderungen, in der digitale Medien eine immer größere Rolle einnehmen. Ungezügelter Konsum sind ein schlechter Ersatz für persönliche Gespräche beispielsweise bei gemeinsamen Mahlzeiten in der Familie.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN