30 Teilnehmer bei erstem Treffen Café für Eltern autistischer Kinder in Papenburg

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Papenburg. Die Auftaktveranstaltung des Cafés für Eltern autistischer Kinder haben in Papenburg rund 30 Teilnehmer besucht. Das teilte das St.-Lukas-Heim mit.

Lange hatte Silvia Schomaker den Wunsch gehegt, ein Elterncafé zu eröffnen. Nun hatte sie gemeinsam mit dem St.-Lukas-Heim zur Auftaktveranstaltung in den Berufsbildungsbereich „Stellwerk“ der Caritas-Werkstätten nördliches Emsland eingeladen. „Ich bin froh, dass wir nun endlich einen Austausch mit anderen Betroffenen starten können“, sagte Schomaker, die Mutter eines Mädchens mit einer Autismus-Spektrum-Störung ist. Sehr zufrieden über die hohe Anzahl an Interessenten zeigte sich auch Angelika Buse. Sie ist im St.-Lukas-Heim für die ambulante Autismustherapie zuständig.

Die Unwissenheit über die Entwicklungsstörung ist nach Worten von Schomaker in der Bevölkerung immer noch sehr groß. Jede Berührung mit der Öffentlichkeit, beispielsweise Einkäufe, Kinobesuche oder auch Spaziergänge seien angespannt, denn jede Situation könne schnell eskalieren.

Berufsorientierung, Ausbildung und spätere Beschäftigung

Die Eltern waren an diesem Abend schnell gefordert, denn in drei Arbeitsgruppen sollten sie ihre Erwartungen an ein Elterncafé mitteilen. Viele gaben an, dass die Vernetzung mit anderen Betroffenen helfen könne, den Alltag besser zu bewältigen. Aber auch sozialrechtliche Fragen sowie Informationen zu Hilfen wurden artikuliert. Viele bewegte aber auch die Frage, wie sich die Zukunft ihrer Kinder gestaltet. Das beinhaltet neben der schulischen Bildung auch die Berufsorientierung, Ausbildung und spätere Beschäftigung.

Fest steht nun, dass künftig in rund vierteljährlichen Abständen Treffen in Form von Elterncafés geplant werden. Dabei sollen Referenten wie Ärzte und Therapeuten unterschiedlicher Richtungen über ihre Erkenntnisse und Einschätzungen sowie den Stand der Forschung berichten.

Ursprung für Elterncafé liegt in drei Wohltätigkeitskonzerten

Der Ursprung für das neue Elterncafé liegt in drei Wohltätigkeitskonzerten des Konzertgitarristen und Musiklehrers Stephan Schomaker. Mit den ersten beiden Konzerten wurden Erlöse in Höhe von 1.807 Euro erzielt, die vom St.-Lukas-Heim so aufgestockt wurden, dass im Jahr 2017 ein Therapiegerät zur Körperwahrnehmung angeschafft werden konnte. Der Erlös aus dem Herbstkonzert steht nun komplett für Vorhaben des Elterncafés zur Verfügung.

Weitere Interessenten können sich per E-Mail an autluk-cafe@outlook.de oder beim St.-Lukas-Heim (Angelika Buse) unter der Telefonnummer 04961/925369 melden.


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