„Nur schmerzvoll zu begehen“ Kritik am Zustand der Wege und Bänke am Aschendorfer Draiberg

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Aschendorf. Die FDP-Fraktion im Aschendorfer Ortsrat kritisiert die Zustände im Naherholungsgebiet am Draiberg. Eine Arbeitsgruppe soll jetzt Klarheit schaffen, wer in diesem Gebiet, für was zuständig ist.

„Besonders im Sommer ist der Hauptweg nur schmerzvoll zu begehen, weil überall Dornen, Brennnessel und Gestrüpp herumliegen“, monierte FDP-Ratsherr Markus Schepers auf der jüngsten Sitzung des Ortsrates. Er kritisierte, dass die Äste bei dem regelmäßig betriebenen Baumschlag achtlos liegengelassen werden. Darüber hinaus seien die Ruhebänke zum Teil in einem „erbärmlichen Zustand.“ „Einige fallen auseinander und verrotten. Bei anderen fehlen die Rückenlehnen. Überall im Stadtgebiet werden neue Bänke aufgestellt, nur wir bekommen keine“, brachte Schepers seinen Unmut zum Ausdruck.

„Sehen uns als Bauhof nicht in der Lage“

Auch Ortsbürgermeister Friedhelm Führs (CDU) merkte an, „dass ein Handlungsbedarf definitiv gegeben ist.“ Nach seinen Worten gebe es in der Stadt kein vergleichbares Naherholungsgebiet. „Es muss möglich sein, dort gefahrlos wandern oder spazieren zu können“, machte Führs deutlich.

Bauhofleiter Georg Hüsers teilte mit, dass es in dem Gebiet größtenteils stark verwilderte Sandwege gibt, die nicht oft begangen werden und nicht befestigt sind. Wenn diese begehbar gemacht werden sollen, müsse die Stadt auch die Verkehrssicherheit gewährleisten und die Wege kostenintensiv unterhalten. Hüsers: „Und dazu sehen wir uns als Bauhof derzeit nicht in der Lage.“

„Es ist unbefriedigend, was wir erfahren“

Für Ratsherr Schepers „eine ernüchternde Einschätzung“. Seit sieben Jahren fordere die FDP nach seinen Worten bereits die Wiederherstellung der Begehbarkeit der fußläufigen Wegeverbindungen im Naherholungsgebiet am Draiberg. „Und dabei reden wir nur von den Hauptachsen, nur von dem gesamten Areal“, so Schepers. Auch Ortsbürgermeister Führs zeigte sich nicht glücklich mit den Ausführungen. „Es ist unbefriedigend, was wir erfahren.“ Er forderte, ein Verkehrskonzept für den gesamten Bereich zu erstellen, um auch die touristische Attraktivität nutzen zu können.

Offene Fragen beantworten

Für FDP-Ratsherr Hans-Michael Goldmann gehören dabei auch die Fragen beantwortet, welcher Teil des Areals überhaupt ausgewiesenes Schutzgebiet ist und wie sich die Eigentumsverhältnisse darstellen. Einstimmig votierte der Ortsrat für einen Antrag der Liberalen, eine Arbeitsgruppe zu bilden. Ein Mitglied aus jeder Fraktion soll in den nächsten Wochen daran mitarbeiten, die offenen Fragen zu beantworten.


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