Schule in Pogranitschny saniert Deutsch-russischer Förderverein in Papenburg setzt auf Austausch

Von Annika Keilen

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Für Hilfe in Russland setzen sich (von links) Regina Nehmer, Esther Argentato, Inna Polak, Lalita Bauer, Willi Bauer, Günther Klein, Renate Brand und Hanna Schnieders ein. Foto: Annika KeilenFür Hilfe in Russland setzen sich (von links) Regina Nehmer, Esther Argentato, Inna Polak, Lalita Bauer, Willi Bauer, Günther Klein, Renate Brand und Hanna Schnieders ein. Foto: Annika Keilen

Papenburg. Über die Fertigstellung einer modernisierten Schule in Pogranitschny freut sich der Förderverein für deutsch- russische Zusammenarbeit in Papenburg. Auf der Generalversammlung berichtete die zweite Vorsitzende Inna Polak über das Projekt.

„Sie müssen sich vorstellen, als unser Verein vor 25 Jahren gegründet wurde, lag Russland wirtschaftlich am Boden. An der Schule gab es lediglich ein Plumpsklo und nun standen wir vor einer sanierten Schule“, erinnert sich Polak an einen Besuch vor Ort im vergangenen Jahr. Der Förderverein beteiligt sich an der Finanzierung von Projekten in der russischen Partnergemeinde in Kaliningrad und unterstützte die Schule mit rund 6000 Euro.

Viele kleinere Projekte

Dass ein Großprojekt wie dieses realisiert werden konnte, erfüllt den Förderverein mit Stolz. Schließlich kämen die Einnahmen des Vereins lediglich aus Partnerschaften und dem Förderbeitrag von fünf Euro zustande. Eher kleinere Projekte, wie zum Beispiel das Verteilen von Martinsschokolade, seien daher die Regel. Auch kleine Reparaturen vor Ort werden Polak zufolge unterstützt.

Hindernisse bei der Zusammenarbeit

Während der Versammlung wurde aber über Hindernisse bei der Zusammenarbeit berichtet. So sind nach Angaben des Vorstandes vom ursprünglich angedachten Kindergarten nur noch Steine übrig, die mehr und mehr abgetragen werden. Trotz der vorhandenen Hürden bleibt der Förderverein positiv gestimmt. So soll für einen seit längerem geplanten Schüleraustausch ein neuer Anlauf genommen werden. Ohnehin stehe der kulturelle Austausch ganz oben auf der Agenda. „Die Hauptaufgabe des Vereins ist schließlich das gegenseitige Verständnis zweier Nationen. Ein Beitrag, um einen weiteren Krieg mit Russland zu verhindern“, betonte Vorsitzender Günther Klein.

Johannes Kampling zum Ehrenmitglied gekürt

Wie es auf der Versammlung zudem mitgeteilt wurde, gehören dem Verein derzeit rund 80 Mitglieder an. Zum Ehrenmitglied wurde mit Johannes Kampling aufgrund seiner 25-jährigen Vereinstreue gekürt. Bei den Vorstandswahlen wurde mit Willi Bauer ein zusätzlicher Kassenprüfer gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden Günther Klein und Inna Polak als Vorsitzende, Schriftführerin Regina Nehmer und Beisitzerin Renate Brand. Kassenwartin Esther Argentato teilte mit, dass der Verein im letzten Jahr rund 8700 Euro ausgab. Dem standen Einnahmen in Höhe von 2800 Euro gegenüber. Aufgrund der positiven Finanzlage der Vorjahre beträgt der Kassenstand aktuell 740 Euro.


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