Kommentar Faire Schokolade in Papenburg: Preis angemessen

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Fair gehandelte Schokolade wie in Lingen soll es bald auch in Papenburg geben. Foto: Stadt LingenFair gehandelte Schokolade wie in Lingen soll es bald auch in Papenburg geben. Foto: Stadt Lingen

Papenburg. Papenburg möchte „Fairtrade-Town“ werden. Zu diesem Zweck soll bald eine fair gehandelte Schokolade für einen Stückpreis von drei Euro in lokalen Geschäften angeboten werden. Ein Kommentar.

Drei Euro soll die fair gehandelte Schokolade kosten, die vielleicht bald an ausgewählten Stellen in Papenburg zum Verkauf steht– etwa dreimal so viel wie eine handelsübliche Tafel. Dennoch ist der Preis angemessen.

Mit diesem Fairtrade-Produkt werden nicht nur Kakaobauern und heimische Produzenten gerecht entlohnt. Gleichzeitig hat die Schokolade einen Erziehungsauftrag. Der hohe Verkaufspreis zeigt eindringlich, dass bei Discountpreisen keine faire Bezahlung stattfinden kann. Der Produzent Fairafric wirbt auf der firmeneigenen Homepage damit, dass die Wertschöpfung in dem Land bleibt, aus dem der Kakao kommt, in diesem Fall ist es Ghana. Statt 2000 Dollar pro Tonne Kakaobohnen, so der aktuelle Weltmarktpreis, zahlt Fairafric 10.000 Dollar. Es ist in Ordnung, diese Mehrkosten auf die Endverbraucher zu verlagern, denn nur so kann sich etwas im Denken der Konsumenten ändern.

Gute und faire Produkte kosten Geld und gerade Lebensmittel dürfen nicht zu Tiefstpreisen verschleudert werden. Und mehr Wertschätzung an dieser Stelle kommt nicht zuletzt auch den hiesigen Landwirten zugute. Denn auch das Kilo Fleisch für drei Euro ist viel zu billig.


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