21-Tage-Aktion im September Stadtradeln 2018: Papenburg tritt in die Pedale

Von Gerd Schade

Papenburg ist dabei. Vom 1. bis zum 21. September 2018 beteiligt sich die Fehnstadt an der Aktion „Stadtradeln“. Foto: Gert Westdörp/ArchivPapenburg ist dabei. Vom 1. bis zum 21. September 2018 beteiligt sich die Fehnstadt an der Aktion „Stadtradeln“. Foto: Gert Westdörp/Archiv

Papenburg. Papenburg beteiligt sich in diesem Jahr zum ersten Mal an dem Projekt Stadtradeln. Die Aktion zum Klimaschutz sowie zur Förderung des Radverkehrs läuft in der Fehnstadt vom 1. bis zum 21. September 2018.

In der vergangenen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses warb die städtische Klimaschutzmanagerin Izabela Dulis für das Stadtradeln. Wie sie erläuterte, handelt es sich dabei um eine Kampagne des kommunalen Klima-Bündnisses. Ziel sei es, neben dem öffentlichen Interesse am Klima- und Umweltschutz eine Signalwirkung auf das zukünftige Verkehrskonzept und die Verbesserung der Rad-Infrastruktur zu entfalten. Zudem sei mit der Aktion auf weniger Stadtverkehr verbunden.

Mit Wettkampfcharakter

Dulis zufolge sind alle Autofahrer in Papenburg im Aktionszeitraum aufgerufen, den Wagen stehenzulassen und aufs Rad umzusteigen – ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Bäcker. „Wir wollen zum Umdenken anregen“, sagte Dulis. „Jeder, der in Papenburg wohnt, arbeitet, eine Schule besucht oder in einem Verein aktiv ist, kann mitmachen.“ Explizit angesprochen seien überdies Kommunalpolitiker.

Nach den Worten der Klimaschutzmanagerin hat die Aktion überdies Wettkampfcharakter. Demnach treten die Teilnehmer in Teams an und melden ihre täglich erradelten Kilometer per App, E-Mail oder Telefon. (Weitere Infos unter www.stadtradeln.de) Die Summe aller Papenburger Radfahrer werde überdies dann mit denen anderer Nachbarkommunen verglichen. Wie Dulis berichtete, war die Stadt Leer im vergangenen Jahr auf 38.000 Kilometer gekommen. Auf Papenburg bezogen, müsste für diese Summe jeder Einwohner nur knapp einen Kilometer in die Pedale treten.

Vertrauen auf Ehrlichkeit

Besonders kontrolliert werden die gemeldeten Kilometer Dulis zufolge nicht. „Da vertrauen wir auf die Ehrlichkeit der Teilnehmer“, sagte die Klimaschutzmanagerin.

Bei den Ausschussmitgliedern kam die Aktion durchweg gut an. „Jedes Auto, das nicht fährt, ist ein Gewinn“, sagte Norbert Kramer (UWG). Er hätte sich allerdings einen anderen Aktionszeitraum – beispielsweise im Mai – gewünscht. Dem entgegnete Dulis, dass man den September gewählt habe, weil in dieser Zeit parallel die Aktion „Kleine Klimaschützer unterwegs“ läuft. Dabei geht es nach ihren Worten darum, Schulanfänger und ihre Eltern zu animieren, den Schulweg nicht mit dem Auto zurückzulegen.

Markus Schepers (FDP) regte in diesem Zusammenhang an, die Aktion stärker im Hinblick auf eine Entlastung der alltäglichen Verkehrssituation vor Schulen und Kindertagesstätten („Elterntaxis“) zu verknüpfen. Uli Nehe, Ausschussmitglied der CDU-Fraktion, sprach sich im Hinblick auf einen höheren Werbeeffekt für das Stadtradeln dafür aus, den gesundheitlichen Aspekt des Fahrradfahrens stärker in den Fokus zu rücken.


Zum Umdenken anregen

Am Stadtradeln haben sich nach Angaben der Stadt Papenburg bisher deutschlandweit fast 500 Kommunen mit mehr als 177.000 Radfahrern beteiligt, 33 Millionen Kilometer gesammelt und dabei 4600 Tonnen CO2 vermieden. Die Botschaft der Aktion sei das klare Bekenntnis zum emissionsfreien Verkehr. Neben dem Stadtradeln wird in diesem Jahr in Papenburg parallel die Aktion Kleine Klimaschützer unterwegs für alle Grundschulen stattfinden. Damit sollen Eltern gemeinsam mit ihren Kindern zum Umdenken angeregt werden.

Ziel ist es, die Bürger zur Nutzung des Fahrrads im Alltag zu begeistern und die Themen Fahrradnutzung, Radverkehrsplanung und CO2-freies Bewegen verstärkt ins Blickfeld zu rücken.