1500 Starterzeichen gefertigt „Schmetterlinge“ für Fastenmarsch im nördlichen Emsland

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In der Werkstatt der Kirchengemeinde St. Josef in Papenburg werden die Starterzeichen zum Fastenmarsch gefertigt. Das Stationsschild für das Haus Regenbogen im Vosseberg zeugt von der Vielfalt der unterstützten Misereor-Projekte. Das Bild zeigt (von links) Lena Brinker, Gerrit Weusthof, Heinz Bode, Erich Woortmann und Hans Lakeberg. Foto: Klaus DieckmannIn der Werkstatt der Kirchengemeinde St. Josef in Papenburg werden die Starterzeichen zum Fastenmarsch gefertigt. Das Stationsschild für das Haus Regenbogen im Vosseberg zeugt von der Vielfalt der unterstützten Misereor-Projekte. Das Bild zeigt (von links) Lena Brinker, Gerrit Weusthof, Heinz Bode, Erich Woortmann und Hans Lakeberg. Foto: Klaus Dieckmann

Papenburg. Mit dem Motto „Butterflies: Hilfe für Straßenkinder in Indien“ ist der Misereor-Fastenmarsch im Dekanat Emsland-Nord am Sonntag, 4. März, überschrieben. Die Solidaritätsaktion läuft von 7 bis 18 Uhr. Als Starterzeichen erhalten die Teilnehmer einen kleinen hölzernen Schmetterling.

„Unsere Starterzeichen sind stets heiß begehrt“, sagt Dekanatsjugendreferentin Lena Brinker. Viele Teilnehmer sammelten die kleinen Symbole als Andenken an die regelmäßige Beteiligung am Fastenmarsch. Mit Blick auf das Misereor-Projekt, das durch den Sponsorenlauf unterstützt wird, sind die Starterzeichen diesmal in der Form von Schmetterlingen (Butterflies) gehalten. Die kleinen Anhänger sind aus Sperrholz gefertigt und spiegeln Farben der indischen Nationalflagge wider. Ein Aufkleber skizziert die Daten der Wohltätigkeitsaktion.

Hergestellt werden die Starterzeichen in der Werkstatt der Kirchengemeinde St. Josef im Vosseberg in Papenburg. Dort bewahrt Hausmeister Hans Lakeberg ein echtes Schmuckstück auf. Das Stationsschild der Gemeinde zum Fastenmarsch zieren mittlerweile 20 Starterzeichen. Zwei Jahrzehnte nimmt sich auch Lakeberg bereits der Herstellung der bunten Anhänger an.

Im Haus Regenbogen werden rund 1.500 Starterzeichen gefertigt

Da gibt es eine Schultafel als Symbol für ein Bildungsangebot von Misereor im Südsudan. Ein stilisierter Baum deutet auf eine Aufforstungsinitiative auf dem Inselstaat Haiti hin und ein blauer Wassertropfen steht für ein Projekt im westafrikanischen Burkina Faso. Weitere Zeichen zeigen die Umrisse von Ländern, in denen Misereor-Projekte finanziell unterstützt wurden, darunter beispielsweise Brasilien, der Tschad und Peru. Jeweils rund 1.500 Starterzeichen fertigt Lakeberg mit seinen Helfern alljährlich für den Fastenmarsch in der Werkstatt im Haus Regenbogen des Gemeindezentrums St. Josef.

Dort liegen auch die Wurzeln für den Fastenmarsch im nördlichen Emsland. Anfang der 1980er-Jahre entstand auf Anregung von Pfarrer Gerrit Weusthof ein Solidaritätsmarsch. Die erste Tour führte bis in die Ortschaft Borsum in der Nachbargemeinde Rhede. Die Strecke war etwa 40 Kilometern lang. „Am Anfang sind wir noch zu Fuß gegangen“, erinnert sich Weusthof. „Schritt für Schritt“ sei die Solidaritätsaktion gewachsen. Recht bald schon seien die meisten Teilnehmer auf das Fahrrad umgestiegen. Die Strecken wurden zusehends weitläufiger.

Netz von Routen in einer Länge von mehreren Hundert Kilometern

Heute zieht sich zum Fastenmarsch ein Netz von abgesteckten Routen in einer Länge von mehreren Hundert Kilometern durch das nördliche Emsland. Im Begleitheft sind zwölf Streckenvorschläge in einer Länge zwischen gut acht und knapp 50 Kilometern ausgewiesen. Jedem Teilnehmer ist es gleichwohl selbst überlassen, sich seine eigene Route zusammenzustellen.

Weiterlesen: Fastenmarsch führt in 2018 auch über Esterwegen

An 50 Stationen können die Fastenmaschierer auf ihrer Tour einkehren. Bei der Rast wird ihnen dort eine kleine Stärkung mit Getränken, belegten Broten, einer Suppe oder Kaffee und Kuchen angeboten. In den Stationen gibt es zudem einen Stempel in das Begleitheft zum Nachweis darüber, wie viele Kilometer der Teilnehmer unterwegs war.

Mit der 36. Auflage des Fastenmarsches macht das Katholische Jugendbüro Emsland-Nord auf die Situation der Straßenkinder in Indien aufmerksam. Misereor unterstützt sie mit Schulunterricht, Notunterkünften, einer mobilen Erste-Hilfe-Station und psychologischer Betreuung. Das Projekt „Butterflies“ zielt darauf ab, den Straßenkindern Chancen auf ein besseres Leben zu eröffnen.

Stationen in der Zeit von 7 bis 18 Uhr besetzt

Der 36. Miseror-Fastenmarsch im Dekanat Emsland-Nord findet am Sonntag, 4. März, statt. Die Stationen entlang des Streckennetzes sind in der Zeit von 7 bis 18 Uhr besetzt. Dort können die Teilnehmer ihren Tourenplan abstempeln lassen. Gleichzeitig wird ihnen von den Helfern vor Ort zum Start beziehungsweise bei einer Rast auch eine Möglichkeit zur Verpflegung angeboten.


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