Serie „Bands aus der Region“ Dünne Besetzung, breites Repertoire – „Backwire“ aus Papenburg

Meine Nachrichten

Um das Thema Papenburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Den Proberaum direkt angrenzend zu Küche und Wohnzimmer: Jeden Dienstag kommen (von links) Alex Sänger, Ina Blankmann und Detlef „Lefty“ Sayk zusammen und feilen am musikalischen Repertoire von „Backwire“. Foto: Christian BellingDen Proberaum direkt angrenzend zu Küche und Wohnzimmer: Jeden Dienstag kommen (von links) Alex Sänger, Ina Blankmann und Detlef „Lefty“ Sayk zusammen und feilen am musikalischen Repertoire von „Backwire“. Foto: Christian Belling

Papenburg. Iron Maiden? „Kein Problem.“ Motörhead? „Immer gerne.“ Und Dire Straits? „Na klar.“ – die Band „Backwire“ aus Papenburg besticht durch ihre musikalische Vielfalt – und das, obwohl sie nur zu dritt sind.

Bemerkbar macht sich die verhältnismäßig dünne Bandbesetzung allerdings nicht, als sich Sängerin Ina Blankmann, Gitarrist Detlef „Lefty“ Sayk und Keyboarder Alex Sänger an einem kalten Dienstagabend zur wöchentlichen Probe bei Lefty zuhause einfinden. „Den Proberaum im Wohnhaus zu haben, ist Luxus“, weiß Sänger, der bereits seit mehr als zehn Jahren mit Lefty musikalisch unterwegs ist.

Nach einer Bandauflösung starteten die beiden Anfang 2013 zunächst als reines Akustikduo durch, das unter anderem Auftritte während der Landesgartenschau in der Fehnstadt hatte. „Wir waren eigentlich nicht auf der Suche, erhielten im Sommer 2016 aber Zuwachs“, scherzt Gitarrist Sayk.

„Spielen Stücke, die man zu dritt eigentlich nicht bringen kann“

Die Meppenerin Ina Blankmann fand den Weg in die Band. Ein Glücksfall. „Mit ihrer kraftvollen, puren und rockigen Stimme eine absolute Bereicherung“, urteilt der Keyboarder aus Rhauderfehn respektvoll über die 31-Jährige, die dem Engagement zunächst etwas reserviert gegenüber stand. „Weil ich die beiden als etwas ruhigere Musiker kannte, dachte ich erst, dass das eigentlich nichts für mich und meine rockige Art ist. Doch ich wurde schnell eines Besseren belehrt.“

Und das die drei harmonieren, wird während der Probe schnell deutlich. Von den 1950er-Jahren bis zu den aktuellen Charts hat „Backwire“ eigentlich alles zu bieten, was die musikalische Szene in diesem Zeitraum anzubieten hatte. „Wir decken ein sehr breites musikalisches Spektrum ab und spielen Stücke, die man zu dritt eigentlich nicht bringen kann“, erklärt Sänger, der ebenso wie Sayk im Hintergrund auch stimmlich zu hören ist.

Keine elektronische Spielereien

Dabei verzichtet das Trio komplett auf den Einsatz elektronischer Spielereien. „Wir setzen auf authentischen Sound und reine Handarbeit gepaart mit spielerischen Überraschungen“, so Sayk. Das zeigt sich an diesem Dienstag auch während der Probe. So ist mitten im Song „Enter Sandmann“ von Metallica die Melodie des Kinderliedes „LaLeLu“ zu hören. Und wer glaubt, dass dies nicht zusammenpasst, irrt gewaltig.

Insgesamt hat das Trio ein Repertoire von rund 50 Stücken. „Wir sind also abendfüllend“, erzählt Sänger nicht ohne stolz. Gespielt werden ausschließlich Cover-Songs englischer Herkunft. Einzig ein Lied von Max Raabe hat es deutschsprachig in die Setlist geschafft. Wichtig ist der Band bei dem Spielen der Stücke, dass die Lieder ihren ursprünglichen Charakter trotz eingebauter Überraschungen nicht verlieren.

15 Auftritte im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr hatte „Backwire“ rund 15 Auftritte. Dabei waren die Musiker sowohl regional als auch über das Emsland hinaus in Nordrhein-Westfalen oder auf einem Gig im hessischen Hattersheim auf der Bühne zu hören. Die Band tritt nach eigenen Angaben bei Kneipenfestivals, Hochzeiten oder auch Geburtstagen auf. „Was Anlass und Ort betrifft, sind wir völlig flexibel“, so Sänger.

Weitere Informationen zur Band gibt es im Internet unter backwire.de oder auf der Facebook-Seite der Musiker.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN