Ärzte kooperieren Bei Lungenhochdruck: Neue Ambulantversorgung in Papenburg

Gemeinsam bieten Prof. Dr. Christian Wende (links), Dr. Franziska Schmidt und Dr. Andreas Wilke eine ambulante spezialfachärztliche Versorgung für Patienten mit Lungenhochdruck an. Foto: Marien-Hospital Papenburg-AschendorfGemeinsam bieten Prof. Dr. Christian Wende (links), Dr. Franziska Schmidt und Dr. Andreas Wilke eine ambulante spezialfachärztliche Versorgung für Patienten mit Lungenhochdruck an. Foto: Marien-Hospital Papenburg-Aschendorf

Papenburg. Das Marien-Hospital, die Kardiologische Praxis sowie die Lungenfacharztpraxis in Papenburg bieten ab sofort eine enge Zusammenarbeit für Patienten mit Lungenhochdruck an.

Ziel dieser neuen ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) in Papenburg sei eine verbesserte Versorgung von Patienten mit pulmonal arterieller Hypertonie (PAH) oder kurz Lungenhochdruck, teilt das Marien-Hospital in einer Presseerklärung mit. Demnach arbeiten dafür Prof. Dr. Christian Wende, Chefarzt der kardiologischen Abteilung im Marien-Hospital, Dr. Andreas Wilke aus der Kardiologischen Praxis und Dr. Franziska Schmidt aus der Lungenfacharztpraxis eng zusammen. Ihre gemeinsame ASV-Zulassung sei eine der ersten in Deutschland.

Ein seltenes Krankheitsbild

Bei der pulmonalen Hypertonie handelt es sich der Mitteilung zufolge um ein seltenes Krankheitsbild, das durch eine abnorme Erhöhung des Blutdrucks in den arteriellen Blutgefäßen der Lunge gekennzeichnet ist. Sind speziell die Arterien – also die Blutgefäße, die von der rechten Herzkammer wegführen – betroffen, ist von einer pulmonal arteriellen Hypertonie die Rede.

Erhebliche Einschränkungen

Zudem werde zwischen einer primären und sekundären Form unterschieden. Bei Ersterer sei die genaue Krankheits-ursache nicht bekannt, während bei der sekundären Form die pulmonale Hypertonie als Folge einer anderen Grund-erkrankung auftrete – wie bei einer Erkrankung der Lungengefäße, der Lungen oder des Herzens. Die körperliche Belastbarkeit, die Lebensqualität sowie die Lebenserwartung der Patienten seien aufgrund häufig auftretender Müdigkeit und steigender Atemnot bei einer pulmonalen Hypertonie erheblich einschränkt.

Ambulant oder stationär

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, wird bei Auftreten dieser und ähnlicher Beschwerden das Aufsuchen von Spezialisten angeraten. Zunächst erfolge zumeist eine medikamentöse Therapie, die je nach Schweregrad der Erkrankung ambulant oder stationär durchgeführt werden könne. „Durch unsere engmaschige Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Team aus den Bereichen Kardiologie sowie Pneumologie und bei Bedarf mit weiteren Fachärzten ist eine nahtlose ambulante und stationäre Betreuung der PAH-Patienten möglich“, werden die beteiligten Ärzte in der Mitteilung zitiert.