Neubesitzer können mit Fördergeld rechnen Pläne für Bürohaus im Aschendorfer Ortskern kommen gut an

Meine Nachrichten

Um das Thema Papenburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Papenburg/Aschendorf. Auf volle Zustimmung sind im Papenburger Bau- und Umweltausschuss die neuen Zukunftspläne für das seit Jahren leer stehende Verwaltungsgebäude der ehemaligen Reederei Schepers im Aschendorfer Ortskern gestoßen.

Wie während der Sitzung am Mittwoch im Rathaus außerdem deutlich wurde, können die Neubesitzer der Immobilie bei der geplanten Modernisierung des Gebäudes auf eine Finanzspritze aus dem Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ zur Aufwertung des Ortskerns rechnen. In welcher Höhe, sei aber noch unklar, sagte Silvia Sandmann von der Bauverwaltung. Das werde gemeinsam mit den Investoren sowie der Niedersächsischen Landgesellschaft und dem Landesamt für Geoinformation und Landvermessung Niedersachsen erörtert. Fest steht Sandmann zufolge, „dass das Ganze förderfähig ist, weil das Gebäude als ortsbildprägend eingestuft wird“.

Kaufverhandlungen mit Stadt gescheitert

Das Thema war auf der Tagesordnung für die Ausschusssitzung gelandet, weil formell das Sanierungsziel für die Fläche geändert werden musste, auf der das Gebäude steht. Wie berichtet, hatte es abgerissen werden sollen, nachdem Kaufverhandlungen zwischen dem bisherigen Besitzer und der Stadt gescheitert waren. Nach dem Abriss sollte auf der frei werdenden Fläche ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet werden.

Beschluss einstimmig

Dass das Gebäude nun doch erhalten bleibt, stieß bei den Ausschussmitgliedern durchweg auf positive Resonanz, der formale Beschluss fiel einstimmig. „Wir sind froh, dass wir einen Investor gefunden haben“, sagte Ausschussmitglied Friedhelm Führs (CDU), der auch Ortsbürgermeister in Aschendorf ist. Markus Schepers (FDP) zeigte sich davon überzeugt, dass es „für jeden Aschendorfer eine Freude sein wird, zu verfolgen, wenn sich dort etwas entwickelt“. Zuletzt sei das Gebäude in zentraler Lage nur noch ein Schandfleck gewesen, um das Unkraut wuchere.

Mehrfach umgebaut

Führs erinnerte derweil an die Geschichte des mehrfach umgebauten Gebäudes, das zumindest im älteren Aschendorfer Volksmund im Übrigen nicht „Turm“ , sondern „Pilz“ genannt worden sei. Grund sei die besondere Bauweise der Immobilie gewesen, die in diesem Jahr seit einem halben Jahrhundert steht. Demnach stand der Bau auf einem drei mal fünf Meter schmalen Sockel, der nur das Treppenhaus beherbergte. Der damalige Reeder habe die Architektur an der Außenalster in Hamburg gesehen. Wie in der Ems-Zeitung vom 5. April 1968 nachzulesen ist, wurde darüber auf einer Fläche von 144 Metern der Bürotrakt errichtet, den vier Betonsäulen tragen. Der Bau war so angelegt, dass er etagenweise aufgestockt werden konnte. In einem weiteren Artikel unserer Redaktion zum „pilzförmigen Bürohaus“ vom 12. Mai 1970 ist von einem „Schmuckkästchen“ die Rede.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN